Von Kati Pierson 0
Unvergessen

Roy Black: Vor 22 Jahren verließ er diese Welt

"Ganz in Weiß" wird heute noch gerne auf einer Hochzeit gespielt. Der Sänger dieses Klassikers ist viel zu früh verstorben. Roy Black wurde nicht einmal 50 Jahre alt. Heute vor 22 Jahren verließ er diese Welt. Was zurück blieb, sind schöne deutsche Schlager, Filme und eine Legende.


"Ganz in Weiß" - war für Roy Black Fluch und Segen zugleich. Segen, da es ihn in ganz Deutschland bekannt machte und auf ewig mit seinem Namen verbunden bleibt. Fluch, weil es ihm einen Stempel aufdrückte, den des sentimentalen Schnulzensängers. Den Rock'n'Roll, der ihn so begeisterte, wollte von ihm seit dem kaum noch jemand hören.

Roy Black- schwarze Haare als Markenzeichen

Roy Black wurde 1943 in Bobingen-Straßberg bei Augsburg als Gerhard Höllerich geboren. Sein Künstlername ist eine Mischung aus Heldenverehrung an Roy Orbison und seinem Spitznamen "Blacky", den er wegen seiner scharzen Haare trug. 1963 hatte er mit seiner ersten Band "Roy Black and his Cannons" seinen ersten Auftritt. Bereits 1964 erhielt er seinen ersten Plattenvertrag. Er brach sein Studium der Betriebswirtschaftslehre ab, konzentrierte sich auf die Musik und erreichte bereits 1965 mit "Du bist nicht allein" die Top Ten der deutschen Hitparaden.

Hinter den "Rolling Stones", den "Byrds" und den "Rainbows" rangierte ein Deutscher Schlagersänger! Mit "Ganz in Weiß" toppte er diesen Erfolg erneut. 1966 setzte er sich damit an die Spitze der Single Charts. "Frag nur Dein Herz", "Das Mädchen Carina", "Dein schönstes Geschenk" folgten noch in den 60ern. Aber auch das TV entdeckte den Sänger und nach den Traumpaaren Conny Froboess und Peter Kraus, Gitte Haenning und Rex Gildo kreierte es ein weiteres mit Uschi Glas und Roy Black.

Roy Black als Hotelier zu neuem Ruhm

Anfang der 70er Jahre erlebte er ein weiteres Karrierehoch mit Anita an seiner Seite. Er war ein Star! Jährlich 250 Auftritte, Fernsehfilme und mehrere "Bravo"-Starschnitte. Doch der Erfolg hielt nicht an. . Ein Management-Wechsel verhalf ihm kurzzeitig zu einem Aufwind auf den Livebühnen und in den Hitparaden, doch die CD-Verkäufe stagnierten weiterhin. Erst 1986 bescherten ihm die Liedern "Wahnsinn" und "In Japan geht die Sonne auf" neue Popularität.

1989 nahm Roy Black das Angebot des Privatsenders "RTL plus" an: Eine Hauptrolle im "Schloss am Wörthersee". Es brachte ihn nicht nur zurück ins TV, sondern auch auf die ganz großen Bühnen. Besonders das, von Dieter Bohlen produzierte Album "Rosenzeit" wurde posthum mit Edelmetall überschüttet.

Der Sänger verstarb in der Nacht zum 09. Oktober 1991 an Herzversagen in seiner Fischerhütte in Heldenstein (Oberbayern). Bis heute halten sich viele Gerüchte und Spekulationen um sein Leben und seinen Tod.


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