Von Mark Read 0
Der Poolservice

Roman Lob? Gefällt mir!

Kaum naht das Wochenende, schon hat unser Top-Mann Peter Poolanski wieder Zeit, seinen Senf zu den Tops und Flops der vergangenen Woche dazu zu geben. Diesmal im Programm: Unser Mann für Baku, die eiserne Lady, der scheidende Bundespräsident und ein mies gelaunter Charlie Sheen.


Top:

Roman Lob: Während sich halb Deutschland fragt: "Kann's der Lanz?", beweist ein anderer, dass er es durchaus kann. Roman Lob holte bei "Unser Star für Baku" völlig verdient den Sieg und wird Deutschland im Mai beim Eurovision Song Contest vertreten. Kraftvolle Stimme, sympathisches Auftreten und das passende Äußere (Beckham meets Timberlake) - das könnte klappen. Ja, ich würde sogar soweit gehen zu sagen, dass Roman Lob das Zeug hat, auch nach dem ESC - unabhängig davon, ob er gewinnt oder nicht - eine Karriere im Showgeschäft hinzulegen. A propos: Erinnert sich noch jemand an Pietro Lombardi?

Meryl Streep: Seid ihr auch schon so gespannt wie ich? Nur noch neun Tage, dann werden die Oscars verliehen! In einer gerechten Welt würde jetzt schon feststehen, dass Meryl Streep für ihre tolle Leistung in "Die eiserne Lady" die Trophäe abräumt. Ganz ehrlich, wie Hollywoods Grande Dame die Margaret Thatcher verkörpert, ist einfach nur großartig. So ausgelutscht es auch klingen mag: "Ganz großes Kino"! Bei der Berlinale hat Meryl Streep jedenfalls schon mal den "Goldenen Ehrenbär" abgeräumt. Und in einer gerechten Welt ... naja, ihr wisst schon.

Flop:

Christian Wulff: Adieu, Monsieur le Président! Na gut, wir sind nicht in Frankreich, aber das klang grad einfach so schön. Wie gerne hätte Herr Wulff die seit mehreren Wochen aufkochende Affäre um seine Person einfach ausgesessen. Doch das klappte dann doch nicht. Nachdem seine Immunität aufgehoben wurde und ein Strafverfahren gegen ihn nicht mehr ausgeschlossen ist, trat unser "Staatsoberhaupt" heute von seinem Posten zurück. Dabei muss man mal ganz klar sagen: Auch Spitzenpolitiker sind nur Menschen, die auch mal bei einem Freund übernachten sollen dürfren, ohne sich dafür gleich rechtfertigen zu müssen. Was allerdings nicht geht, ist, wenn man die Medien belügt oder unliebsamen Journalisten auf die Mailbox schimpft. Erst recht nicht, wenn man die "moralische Instanz" in einer Demokratie sein soll. Sorry, Mister Wulff, aber dieser Rücktritt war überfällig.

Charlie Sheen: Den hatten wir hier schon lange nicht mehr. Aber nur weil Charlie Sheen jetzt angeblich clean ist, hat er offenbar nicht verlernt, für Skandale zu sorgen. Wir erinnern uns: Anfangs schien Charlie seinen Rauswurf bei "Two and a Half Men" ja ganz gut verkraftet zu haben. Er äußerte sich sogar lobend über seinen Nachfolger Ashton Kutcher, und sogar eine Versöhnung mit Produzent Chuck Lorre schien nicht ausgeschlossen. Jetzt aber keift Charlie wieder herum wie zu, nun ja, besten Zeiten. Einen "dampfenden Haufen Arsch" nannte er seine Ex-Serie, was auch immer das heißen soll. Der Grund für seinen Wutausbrauch war der, dass die Produktionsfirma Warner Bros. ihm untersagte, Bilder aus "Two and a Half Men" zu Werbezwecken für seine neue Serie "Anger Management" zu verwenden. Mensch Charlie, ist ja gut! Darüber kann man sich schonmal aufregen, aber doch bitte nicht in diesem Ton.


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