Von Nils Reschke 0
FC Chelsea

Roman Abramovich setzt Trainer Roberto di Matteo vor die Tür

Juventus Turin hatte so richtig Spaß bekommen. Beim 3:0-Sieg der „alten Dame“ in der Juventus Arena war es eher Titelverteidiger FC Chelsea, der behäbig und stocksteif agierte und in Turin gehörig unter die Räder kam. Das wurde Chelseas Trainer zum Verhängnis.


Denn das 0:3 aus Sicht der Londoner war an diesem Dienstagabend in der Gruppe D der Champions League beileibe nicht die schlimmste Erkenntnis. Weil nämlich auch Schachtjor Donezk in Dänemark beim FC Nordsjaelland mit 5:2 gewann, sind die Blues nur noch Dritter in ihrer Gruppe. Das wiederum bedeutet: „Einigen“ sich Donezk und Turin am letzten Spieltag auf ein Remis, kann der FC Chelsea anstellen was er will. Dann wäre der Titelverteidiger in der europäischen Königsklasse schon nach der Gruppenphase ausgeschieden. Das hat es noch nie gegeben in der Geschichte des Wettbewerbs!

Also riss Club-Besitzer Roman Abramovich am Dienstagabend endgültig der Geduldsfaden. Chelsea setzte seinen Trainer Roberto di Matteo vor die Tür. Feierabend für di Matteo, der im Sommer noch mit den Blues die Champions League gewonnen hatte. Die Bayern-Fans werden sich ungern erinnern. „Der FC Chelsea hat sich von Trainer Roberto di Matteo getrennt“, bestätigte der Verein aus der englischen Premier League die Nachricht und begründete den Rausschmiss wie folgt: „Nach den schwachen Auftritten zuletzt halten wir einen Trainerwechsel für nötig, um den Klub wieder in die richtige Richtung zu bewegen.“ Und diese Richtung kann nur heißen: Der Einzug ins Achtelfinale soll irgendwie doch noch realisiert werden. Auch in der Premier League warten die Blues aktuell seit vier Matches schon auf einen Sieg.

Der Club aus dem Westen Londons erklärte aber auch: „Wir werden niemals vergessen, welchen enormen Beitrag di Matteo zur Geschichte dieses Klubs geleistet hat. Er wird an der Stamford Bridge immer willkommen sein.“ Nur eben nicht mehr auf dem Trainerstuhl. Wer den künftig besetzt, ist noch unklar. Bis Sommer – so wird spekuliert – wird der neue Chelsea-Coach Rafael Benitez heißen. Bis dahin sollen sich Blues aber um einen anderen Namen bemühen: Pep Guardiola, der Ex-Trainer vom FC Barcelona, der sich aktuell eine Auszeit gönnt, steht sicherlich ganz oben auf der Wunschliste von Roman Abramovich.


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