Von Nils Reschke 0
Cosmopolis

Robert Pattinson befreit sich von seinen gnadenlosen Selbstzweifeln

Ist man erst einmal in eine Schublade gesteckt worden, ist es schwer, dort wieder herauszukommen. Besonders schwierig wird das für Schauspieler, die gerne auch einmal in einem anderen Genre drehen möchten. Robert Pattinson quälten darüber hinaus noch schlimme Selbstzweifel über sein Talent als Schauspieler. Die habe er nun überwunden.


Im Grunde genommen teilen Daniel Radcliffe und Robert Pattinson ein ähnliches Schicksal. Radcliffe stand viele lange Jahre als Harry Potter vor der Kamera. Pattinson mimt den Vampir Edward Cullen in den Verfilmungen der Twilight-Saga. Beide Schauspieler haben also ihre Schublade weg: Hier der ewige Zauberschüler Harry Potter, da der bissige Untote Edward Cullen. Es ist schwer, aus dieser Schublade wieder herauszukommen und als Schauspieler ernst genommen zu werden. Und manches Mal beschleichen selbst einen Superstar wie Robert Pattinson dann Selbstzweifel – auch wenn man das kaum glauben mag.

Jetzt erzählte Pattinson davon in einem Interview mit dem Premiere Magazin und verriet: „Sobald ich ein Drehbuch gelesen habe, hat irgendwas in mir angefangen zu arbeiten, ich habe mich selbst gefragt, ob ich dafür gut genug bin.“ Solche Fragen kann sich ein Schauspieler natürlich eigentlich überhaupt nicht leisten. Ebenso wenig, wie lukrative und interessante Projekte der Reihe nach abzusagen. Irgendwann setzte dann das Umdenken bei Robert Pattinson ein. Zu sich selber sagte er: „Fuck it. Wenn die dich haben wollen, dann los!“ Sein neues Projekt „Cosmopolis“ habe dem gebürtigen Londoner geholfen, diese Selbstzweifel zu besiegen.

Regisseur David Cronenberg habe maßgeblichen Anteil daran gehabt: „Die Dreharbeiten zu Cosmopolis mit David haben etwas in mir verändert. Ich habe Eier bekomme.“ In „Cosmopolis“ spielt Robert Pattinson den Milliardär Eric Packer, der von einem Tag auf den anderen alles verliert. Und darauf hin auch den Verstand. Cronenberg selbst lobt seinen Hauptdarsteller in höchsten Tönen: „Ich war überzeugt, dass er mein Eric Packer sein könnte. Es ist eine schwere Rolle, er taucht in jeder Szene auf“, sagte der Regisseur dem Kinomagazin Cinerepublic. „Ich glaube, ich habe noch nie einen Film gemacht, wo der Schauspieler in jeder Szene zu sehen war.“


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