Von Mark Read 0
Robbie in München

Robbie Williams begeistert in München: Von wegen altes Eisen

Robbie Williams ist mittlerweile 39 Jahre alt - zu alt, um noch als Teenie-Idol durchzugehen. Doch bei seinem gestrigen Konzert in München stellte der Brite aber unter Beweis, dass er deswegen noch lange nicht zum alten Eisen gehört.


Man muss keine bösen Absichten gegen Robbie Williams hegen, um zu dem Schluss zu kommen: Seine größte Zeit ist wohl schon vorbei. Aber der Brite ist immer noch eine mächtige Nummer im Pop-Zirkus und genießt den Status eines Kult-Entertainers. Mag er auch nicht mehr so viele Millionen Platten verkaufen wie früher, so zieht Robbie Williams die Massen immer noch in den Bann.

Gestern trat Williams im Münchener Olympiastadion vor 62.000 Menschen auf, die jede seiner Bewegungen frenetisch feierten. Seine Fans sind mit ihm zusammen älter geworden, für sie ist er immer noch der smarte Entertainer, der mit augenzwinkernden Hits wie "Rock DJ", "Kids" und "Feel" die Charts stürmte. Williams wusste, was von ihm erwartet wird, und er beschenkte seine Fans reichlich.

Krachender Beginn mit "Let Me Entertain You"

"Guten Abend München! Mein Name ist Robbie Williams, ich bin ein Rockstar und für die nächsten zwei Stunden gehört Euer Arsch mir!" - mit diesen Worten begrüßte er das prall gefüllte Stadion, ehe er einen Hit-Marathon der besonderen Art startete. Gleich zu Beginn brachte "Let Me Entertain You" die Arena zum Kochen, später fachten Kracher wie "Bodies", "Come Undone" und "Millenium" das Feuer noch einmal an.

Zeitweise hängte sich der 39-Jährige auch selbst die Gitarre um und mutierte damit noch mehr zum Rockstar, als er es ohnehin schon war. Das normale Konzert beendete der Superstar mit dem Klassiker "Rock DJ", doch natürlich wusste jeder, dass die größten Meilensteine erst in der Zugabe kommen. Und tatsächlich: "Feel", "She's the One" und der unvermeidliche Gassenhauer "Angels" rundeten einen großartigen Konzertabend ab.

Kann man Robbie also schon zum alten Eisen zählen? Keineswegs. Gestern stellte er unter Beweis, das er immer noch begeistern kann. Mag sein letztes Album "Take the Crown" auch nicht durchgehend großartig sein - live macht Mister Williams immer noch niemand etwas vor.


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