Von Nils Reschke 0
Eklat um Kultfilm

Richard Gere verspottet den Klassiker "Pretty Woman"

Wer heute an den US-Schauspieler Richard Gere und seine Kollegin Julia Roberts denkt, der erinnert sich auch automatisch an „Pretty Woman“. Nur Gere selber schmeckt das nicht. Angeblich soll er seinen Unmut über den Kinoerfolg nun freien Lauf gelassen haben, um das Ganze dann schnell wieder zu dementieren.


Was haben wir 1990 in den Kinos geschluchzt, geweint, geschmachtet, als die Prostituierte Vivian Ward sich das Herz von Finanzmogul Edward Lewis angelte. Dazu erklang dann die Musik des schwedischen Pop-Duos Roxette mit ihrem Song „It Must Have Been Love“ – und es war endgültig um uns geschehen. „Pretty Woman“ hatte alles, was eine Liebeskomödie haben musste. Wohl das erklärt den grandiosen Erfolg des Films, der gleich zwei Mal mit der Goldenen Leinwand ausgezeichnet wurde und Hauptdarstellerin Julia Roberts sogar für ihre Rolle mit dem Golden Globe geehrt wurde, zudem für den Oscar nominiert war.

Von alledem will ihr Filmpartner Richard Gere heute allerdings rein gar nichts wissen. Wie ein alternder Musiker, dem der eine oder andere Song in seiner frühen Karriere peinlich ist, wendet sich der mittlerweile 62-jährige US-Schauspieler von „Pretty Woman“ ab. Denn noch heute wird er nach seiner Rolle und dem Film befragt und angesprochen. Er, so Gere, habe ihn längst vergessen. Abgehakt. Und zieht hart ins Gericht mit dem Blockbuster, der einst weltweit 350 Millionen Euro in die Filmkassen spülte: „Das war eine dümmliche Romantik-Komödie“, wird Richard Gere angeblich laut „Woman's Day“ zitiert. Die Empörung über derartige Äußerungen ließ in den Vereinigten Staaten nicht lange auf sich warten.

Also schnell zurückrudern. Offenbar wusste Richard Gere, was ihm da angeblich entglitten war – und blies zur Gegenoffensive. Sein Sprecher, Alan Nierob, nannte die Meldung, die schnell die Runde machte „alles Blödsinn“. Gere habe dem australischen Magazin kein Interview gegeben. Wirklich nicht? „Woman's Day“ sieht das anders, beharrt auf die Story: Auf dem Sundance Film Festival, wo Richard Gere tatsächlich zugegen war, habe er die abfälligen Worte über „Pretty Woman“ verloren. In den USA jedenfalls ist die romantische Komödie bis heute noch mehr als beliebt, deswegen auch die Entrüstung. Und auch mit so manchen deutschen Fan dürfte es sich der nette Herr Gere damit wohl verscherzt haben.


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