Von Nils Reschke 0
Bayern München verärgert

Reden sich Mehmet Scholl und Oliver Kahn "um Kopf und Kragen"?

Für große Schlagzeilen sorgte einst die Analyse von Mehmet Scholl in der ARD, als dieser Mario Gomez attestiere, sich beinahe „wund gelegen“ hätte. Solche und ähnliche Analysen schmecken dem FC Bayern rein gar nicht. Ging es nach den Münchner Machern, würden sie nicht nur „Scholli“ sondern am liebsten auch Oliver Kahn einen Maulkorb verpassen.


Eigentlich sollte bei den Bayern doch „Friede, Freude, Eierkuchen“ herrschen. Im DFB-Pokal haben die Münchner locker die zweite Runde erreich, die ersten zwei Spiele in der Bundesliga wurden ebenfalls siegreich beendet, und der lang ersehnte 40-Millionen-Mann Javi Martinez ist auch endlich da. Eigentlich, denn wenn man keinen Ärger hat, holt man sich einfach welchen selbst ins Haus. So wie Bayern-Vorstand Karl-Heinz Rummenigge, der jetzt in der Sportbild den Frontalangriff wagte gegen zwei Spieler, die beim FC Bayern einst maßgeblich dazu beigetragen haben, große Erfolgen einzufahren: Mehmet Scholl und Oliver Kahn.

Es geht natürlich um die Nebenjobs der beiden Ex-Kicker. „Scholli“ ist in der ARD einer der Experten, wenn es um den Fußball geht. Oliver Kahn erledigt dies in der ZDF an der Seite von Kathrin Müller-Hohenstein, schreibt außerdem für Bild.de seinen einen Blog. Und genau das schmeckt Karl-Heinz Rummenigge so ganz und gar nicht. Der Bayern-Boss machte noch einmal klar, dass sich Kahn so eine mögliche Aufgabe beim deutschen Rekordmeister verspiele: „Wir haben da ja ein prominentes Beispiel in Lothar Matthäus. Der hat sich irgendwann um Kopf und Kragen geredet und sich die Tür beim FC Bayern selbst zugeschlagen“, sagte Rummenigge in der Sportbild.

Noch ein wenig brisanter verhält es sich bei Mehmet Scholl, der gleichzeitig ja auch Trainer von Bayern Münchens zweiter Mannschaft ist. Sein Chef Rummenigge greift dem Ende seiner Tätigkeit bei der ARD schon einmal vor und diktiert: „Wenn Scholls Verträge mit Fernsehen und Werbung, die hier kritisch gesehen werden, auslaufen, werden sie auch nicht verlängert. Basta.“ Man müsse sich eben entscheiden. Trainer oder Experte, beides harmoniere nicht. Noch nach dem Länderspiel gegen Österreich hatte Scholl Thomas Müller heftig kritisiert: „Seine Art und Weise gefällt mir nicht.“ Müller ist beim FC Bayern unter Vertrag. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.


Teilen:
Geh auf die Seite von: