Von Nils Reschke 1
Krach bei Real Madrid

Real Madrid verliert: José Mourinho mosert, Mesut Özil in der Schusslinie

Am Mittwochabend wird zu später Stunde der Clasico zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona ausgetragen. Es geht um die spanische Supercopa – aber für die Hausherren im Santago Bernabeu geht es eigentlich um noch viel mehr.


Einmal abgesehen davon, dass natürlich kein Real-Fan gerne dem Erzfeind aus Barcelona freiwillig irgendeinen Titel überlassen würde, befinden sich die Königlichen schon zu solch einem frühen Zeitpunkt in der noch jungen Saison 2012/13 in einer mittelschweren Krise. Der Start in die Primera Division ging gründlich in die Hose. Jose Mourinho mosert lautstark. Und noch deutlicher rauscht es im Blätterwald der spanischen Medien. Im Fokus: die beiden deutschen Nationalspieler Mesut Özil und Sami Khedira.

Obwohl Khedira bislang nicht zur Startelf zählte, kriegt der defensive Mittelfeldmann sein Fett weg. Er sei wie „Frankenstein“, urteilen spanische Medien, die bekanntlich selten ein Blatt vor den Mund nehmen. Noch schlimmer trifft es aber Mesut Özil. Bei ihm scheint man seine Taten in den vergangenen Monaten komplett aus dem Gedächtnis gestrichen zu haben. Özil würde nur sehr selten gut spielen und sei ein „Scharlatan“, titelt El Mundo wenig schmeichelhaft nach dem peinlichen 1:2 am zweiten Spieltag gegen den Vorortverein aus Madrid, dem FC Getafe. Weil es zum Auftakt darüber hinaus nur ein 1:1 gegen den FC Valencia zu verzeichnen gab, liegt Real Madrid bereits fünf Zähler hinter Spitzenreiter FC Barcelona, der nun auch noch nach der Supercopa greift. Die Königlichen gehen mit einem 2:3-Rückstand ins Rückspiel am Mittwochabend.

Wie ausgemacht die Krise bei Real ist, zeigt die Tatsache, dass auch Jose Mourinho kein Blatt vor dem Mund nimmt. Das tut der Portugiese freilich selten, nur trifft es dabei kaum die eigenen Schützlinge. Dieses Mal allerdings schon: „Real war schlecht, sehr schlecht sogar“, polterte Mourinho los. Und legte noch einen drauf: „Es war ein fürchterliches Spiel. Das waren zwei lächerliche Tore, die wir kassiert haben“, ließ der Übungsleiter kein gutes Haar an seiner Truppe. Die kann vieles schnell vergessen machen. Mit einem Sieg über den Erzfeind eben. Die Supercopa ist jedenfalls noch nicht verloren.


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