Von Kati Pierson 0
Austropop lebt

Rainhard Fendrich: Der "Macho, Macho" wird ein Jahr älter

Rainhard Fendrich (seit heute 57) ist der Pop-Sänger Österreichs. Er hat den Austropop über die Grenzen Österreichs nach Deutschland und in die Schweiz gebracht. 57 Jahre - eine Zahl um mal einen Blick in die Vergangenheit zu werfen.


Rainhard Fendrich wurde am 27. Februar 1955 in Wien geboren. Seine Schulzeit verbrachte er in einem katholischen Internat. Mit 15 Jahren bekommt er seine erste Gitarre. Er bringt sich die ersten Griffe selber bei und beginnt erste Texte zu schreiben. Bei den Mädchen hat der Teenie Fendrich nicht viel Erfolg und diese Erfahrungen finden sich später in seinen Texten wieder. Ein Jura-Studium brach er ab und finanzierte sich eine Gesangs- und Schauspielausbildung.

Ab 1980 trat er im Theater an der Wien auf, dort wurde Hans Gratzer auf ihn aufmerksam und beschaffte ihm einen Auftritt im ORF. Er erhielt einen Plattenvertrag und 1981 folgte ein zweiter Fernsehauftritt und sein erstes Album "Ich wollte nie einer von denen sein".  Im Sommer kam dann der große Durchbruch mit "Strada del Sole". Es wurde der Sommer-Hit des Jahres 1981 in Österreich udn schaffte es bis auf Platz 1 in die österreichischen Charts und hielt sich darin 20 Wochen.

Der Wiener ruhte sich auf diesem Erfolg jedoch nicht aus. "Und alles is ganz anders word'n" hieß das zweite Album 1981, das genauso wie die die folgenden Singles "Schickeria" und "Oben Ohne" ebenfalls auf Platz 1 der österreichischen Charts stürmten. Jetzt war der blonde Junge der Shootingstar des Austro-Pop.

1982 gelang ihm dann auch mit dem Album "Zwischen Eins bis Vier" der Einzug in die deutschen Charts. Nur Platz 64 und nur für eine Woche aber immerhin. In Österreich folgten Hit auf Hit "Wien bei Nacht", "Weus'd a Herz hast wia a Bergwerk", "Kein schöner Land" und "Tränen trocknen schnell" sind nur einige davon.

1988 brachte er die Single "Macho Macho" auf den Markt und erreichte nicht nur in Österreich Platz 1 sondern auch in Deutschland Platz 2 und in der Schweiz Plat 3. Rainhard Fendrich hatte es geschafft. Er war einer der ganz großen. Hatte er auch den Austropop nicht erfunden, so hatte er ihn doch in dieser kurzen Zeit entscheidend geprägt und über die Grenzen des Landes hinaus bekannt gemacht.

1989 kam "I am from Austria" auf den Markt. Zuerst ein Flop entwickelte es sich jedoch nach und nach zur heimlichen Bundeshymne. 2011 wurde es im Rahmen der ORF-Sendung "Österreich wählt ... " zum größten Austropop-Hit gewählt.

1993 löste er Rudi Carell in der ARD-Sendung "Herzblatt" ab und verkuppelte Singles. Musikalisch ließ Fendrich ab Mitte der 90er Jahre nicht viel von sich hören, bis er 1997 mit dem Album "Blond" ein Comeback feierte.

Nach 1997 konzentrierte sich Fendrich auf diverse Projekte. So initiierte er ein Benefizkonzert zu Gunsten Obdachloser und holte neben sich Wolfgang Ambros und Gerog Danzer auf die Bühne. Austria 3 war geboren. Bis 2006 entstanden mehrere Alben udn Compilations.

Auch seiner schauspielerischen Ader widmete er sich fortan verstärkt. So spielte er 1997 in Fröhlich geschieden (ZDF) an der Seite von Christina Plate und Helmut Fischer, drehte drei Filme mit Peter Weck, einen mit Ottfried Fischer und einen weiteren mit Elfi Eschke.

Neben seinem musikalischem Engagemnet ist er auch immer wieder in Theateraufführngen zu sehen. Sein aktuelles Album "Meine Zeit" erschien nach 4-jähriger Pause und erlangte ebenfalls Platz 1 in Österreich. Bis heute ist der Österreicher also dick im Geschäft und was immer er anfässt wird eine Nummer Eins. "Von Zeit zu Zeit", "Wie Tag und Nacht", "Der Himmel würfelt leider nicht", "Brüder", "Angelina" und "Blond" sind nur einige der Hits nach 1988.

Privat ist der Wiener mit der Berlinerin Ina Nadine Wagler in zweiter Ehe verheiratet. Das Paar hat eine Tochter. Aus der ersten Ehe mit Andrea Sator hat er zwei Söhne.

Jetzt geht der "Metrosexuell"e "Macho, Macho" so langsam aber sicher auf seine "Midlife Crisis" zu. Bleibt abzuwarten, ob er dem "Fluch dder Zeit" entkommt und bei einem Glas "Whiskey Pur" die neue Jahreszahl begrüßt. Der Promipool gratuliert ganz herzlich und freut sich auf weitere Austropop-Highlights.


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