Von Nils Reschke 0
Werder gegen HSV

Rafael van der Vaart meldet sich ausgerechnet vor dem Nordderby zurück

Derbyzeit in Bremen. Im Weserstadion kommt es zum Duell der Nordrivalen – leider noch ohne Raphael van der Vaart, dem zum Auflaufen noch eine nötige Spielberechtigung fehlt. Aber auch so wird es ein heißer Tanz im hohen Norden. Das ist sicher.


Es ist die Begegnung, die es in 49 Jahren Bundesliga am meisten gab: Das 97. Nordderby wirft seine Schatten voraus: Und wie! Denn in letzter Sekunde hat sich der Hamburger SV doch noch die Dienste von Rafael van der Vaart von Tottenham Hotspur gesichert, der damit an die Elbe zurückkehrt, wo er schon einmal kickte. Im Bremer Weserstadion wird der Niederländer allerdings noch nicht mit an Bord sein, da eine Spielgenehmigung nicht mehr rechtzeitig besorgt werden konnte. Ob die Fans von Werder deswegen einmal tief durchatmen, ist nicht überliefert.

Mit seiner Rückkehr nach Hamburg geht „für mich und meine Familie ein Traum in Erfüllung“, ließ van der Vaart die Anhänger des HSV wissen. Wie bekannt sein dürfte, ist Rafael mit seiner Sylvie verheiratet. Die beiden haben einen gemeinsamen Sohn. Für den Verein ist dieser Transfer natürlich fast schon unverzichtbar: Denn Hamburg startete mit einem 0:1 gegen den 1. FC Nürnberg und zeigte eine ganz schwache Leistung, so dass Kritiker sich bestätigt sahen: Der „Dino“ der Bundesliga wird ein weiteres Jahr gegen den Abstieg spielen.

Ausgerechnet beim Erzrivalen Werder Bremen droht heute dann der komplette Fehlstart, sollte das 97. Nordderby verloren gehen. Da kann Rafael van der Vaart nämlich noch nicht helfen. Trainer Thorsten Fink freut sich natürlich über den prominenten Neuzugang: „Er wird eine große Verstärkung für unsere Mannschaft sein“, äußerte sich der Coach der Rothosen zum Transferdeal. Doch der Mittelfeldstar dämpft auch ein wenig die Erwartungen: „Ich bin kein Supermann“, solle man von ihm keine Wunderdinge erwarten. Flagge zeigt van der Vaart jedenfalls schon im prestigeträchtigen Derby: „Vielleicht ziehe ich sogar mein Trikot an“, wird Rafael „seinen“ HSV im Weserstadion zumindest live vor Ort heute Nachmittag (Anpfiff: 15.30 Uhr) anfeuern.


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