Von Nils Reschke 1
Rod rockt auch Hamburg

Radiopremiere von Rod Stewarts neuem Album „Time“

Elf neue Songs, nur eine Cover-Version. Die Herzen aller Fans von Rod Stewart schlagen schneller, der Puls rast. Am 3. Mai ist es soweit. Dann ist „Time“ in Deutschland erhältlich.


CDs hat Altmeister Rod Stewart zwar reichlich veröffentlicht. Aber fast zwei Jahrzehnte sind vergangen, bis seine treuen Fans endlich erhört wurden. Nichts hatten sie sich sehnlicher gewünscht, als ein neues Album – mit neuen Songs aus der Feder ihres „Rodfathers“. Tatsächlich ist es nun vollbracht! „Time“, das neue Album von Rod Stewart, erscheint am 3. Mai bereits in Deutschland, vier Tage später dann in Großbritannien. „Ich habe einfach die Lust verloren am Songwriting“, führt Rod Stewart als Begründung an, warum es so lange mit neuen Songs gedauert habe. Doch das änderte sich schlagartig, als der Rocker mit der Fönfrisur an seiner eigenen Autobiografie 2011 zu schreiben begann. Auf einmal sprudelten auch die Ideen für neue Songs nur so aus ihm heraus.

So entstand schließlich „Time“, ein Album mit zwölf Songs, elf von ihnen von Rod Stewart geschrieben. Und damit nur eine Cover-Version von Tom Waits, die Stewart unbedingt auf dem Album haben wollte. In der Deluxe-Editon gibt es zwei weitere Covers (unter anderem „Corinna, Corinna“ von Bob Dylan) sowie einen weiteren eigenen Song („Legless“). Radiopremiere auf BBC2 feierte am Dienstag ein klassisches Rod-Stewart-Lied „It's Over“, das in Richtung Ballade driftet. Vielversprechend sind auch die ruhigeren „Brighton Beach“ und „Pure Love“. In den USA wurde zeitgleich das wesentlich muntere „She Makes Me Happy“ am Dienstag vorgestellt. „Finest Woman“ feiert dann am 8. April Radiopremiere in den Vereinigten Staaten.

Das sind aber noch längst nicht alle guten Neuigkeiten für alle deutschen Fans von Rod Stewart. Denn neben seines Auftritts in der Dortmunder Westfalenhalle am 3. Juli 2013 wurde jetzt ein weiteres Zusatzkonzert bestätigt. Am 12. September 2013 gastiert „good old Roddie“ nämlich auch in Hamburg in der O2 World. Ticketpreise liegen zwischen rund 64 und 124 Euro – der Vorverkauf ist bereits angelaufen. Das wird also noch ein tolles Jahr von und mit Rod Stewart für alle Fans.


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Harry The Hook 05. Mai. - 14:37 Uhr

Rod Stewart nahm sich 20 Jahre ZEIT und liefert sein bestes Album seit über zwei Dekaden ab

Es ist vermutlich DAS Comeback des Jahres:
Rod Stewart von vielen Musikkritikern verschmäht liefert mit TIME sein persönlichstes und wohl bestes Album seit sehr langer Zeit ab. Stewart verlor das Vertrauen in sein Songwriting gegen Ende der 80iger Jahre und nahm immer mehr Coverversion auf welche er überzeugend interpretierte und auch den noch so obskuren Komposition seinen eigenen Stempel aufsetzte. Der Erfolg riss nicht ab.
Ende 2012 erschien seine Autobiographie ROD und während der Arbeit kam die Inspiration und das Vertrauen in eigene Geschichten zu erzählen wieder zurück. Anlass dazu war ein Besuch von seinem Kumpel und ehemaligen Musical Director in seiner Band, Jim Cregan. Aus dieser spontanen Session entstand „Brighton Beach“. Im Nu hatte Rod Stewart gegen acht Songs fertig. Ein Rekord.
TIME ist eine äusserst gelungene Mischung aus Folk, Pop, Rock und starken Balladen. Zusammen mit seiner starken, immer noch sehr frisch und jung klingenden, charakteristischen Stimme entstand ein sehr persönliches Album. Stewart erzählt über seine Anfänge als er vor Plattenbossen vorsingen musste („Can’t Stop Me Now“) oder über den Schmerz einer Scheidung („It’s Over“). In „Brighton Beach“ zieht er Bilanz über seine Zeit als er mit der Akustikgitarre unter dem Arm am Strand als Beatnik herumzog. Frauen spielten in seinem Leben immer einen wichtigen Faktor.
Kompositionen wie „Finest Woman“, „Sexual Religion“ , „She Makes Me Happy“ und „Make Love To Me Tonight“ sind drei völlig unterschiedliche Stilrichtungen zum selben Thema: „Sexual Religion“ ist so zu sagen die Antwort auf das oft von der Presse gerügte alte „Da Ya Think I’m Sexy?“ quasi ohne Spandex und Leopardhosen. Ein Ohrwurm erster Güte welcher locker in der heutigen Clubszene gespielt werden kann. „Finest Woman“ ist eine fadengerade Rocknummer. „Make Love To Me Tonight“ ist eine folkige, eingängige Komposition deren Melodie einen nicht mehr verlässt. „She Makes Me Happy“ wurde als erste Single ausgekoppelt. Der Song hat einen keltisch/gälischen Einschlag und bringt irgendwie gute Laune. „Time“ erinnert stark an seine alte Band „FACES“. Der Song mit dem elektrischen Piano hätte locker auf einer alten Faces-LP Platz gefunden und wirkt alles andere als angestaubt. In „Pure Love“ einer leisen, schönen Ballade erzählt Rod Stewart über seine Kinder und wirkt überhaupt nicht kitschig. Das Thema Jugend und Ratschläge behandelt er auch in „Live The Life“.
Ein Rod Stewart Album wäre nicht echt wenn die obligate Coverversion fehlen würde. Auf Time nahm sich der Brite die Tom Waits Komposition „Picture In The Frame“ vor. Der Song ist wie für ihn geschaffen.
Die DELUXE VERSION von TIME bietet drei starke Bonus-Tracks. Darunter mit „Legless“ eine richtige „Good-Time/Party“-Nummer. Stewart erzählt von Mr. Jones, welcher im Lotto gewonnen hat und diesen Erfolg nun gehörig feiern will: „I’m in the mood, I’m in the mood to get legless tonight, I’m in the mood, I’m in the mood to get loaded tonight“. Man nimmt es ihm sofort ab. Rod Stewart bleibt trotz Reichtum und Berühmtheit auch mit 68 Jahren immer noch einen „von den Jungs“ der gerne mal mit seinen Kumpels in einem Pub abhängt.
Ein überzeugendes, starkes, authentisches, selbst produziertes Album welches in jede Musiksammlung gehören sollte!

11. Dez. - 14:53 Uhr

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