Von Nils Reschke 0
Champions League

„Rache“ im Rückspiel? BVB ist gerüstet für Cristiano Ronaldo und Co.

Am wichtigsten waren natürlich die drei Punkte, die Borussia Dortmund am dritten Spieltag in der Champions League eingefahren hat. Aber der Gegner war nicht irgendwer. Nein, im heimischen Signal-Iduna-Park besiegten die Schwarz-Gelben den spanischen Meister Real Madrid. Das hatten sich die Königlichen natürlich ganz anders vorgestellt – sie sinnen nun auf „Rache“ im Rückspiel im heimischen Santiago Bernabeu.


Für die Bundesliga und natürlich alle Fans von Borussia Dortmund bleibt am Dienstagabend ab 20.45 Uhr zu hoffen, dass die Dortmunder nicht in Ehrfurcht erstarren, wenn sie den heiligen Rasen im Stadion Santiago Bernabeu betreten. Denn zu großer Respekt vor den Königlichen wäre gewiss der schlechteste Berater. Dann wird der Schuss ganz gewiss nach hinten los gehen. Borussia Dortmund sollte selbstbewusst genug auftreten beim spanischen Meister, den man schließlich im eigenen Stadion 2:1 besiegen konnte. Und die Mannschaft von Jürgen Klopp hält alle Trümpfe in der Hand. Schließlich hat man durch diesen Erfolg sogar die Tabellenführung in dieser so schweren Gruppe D erobert. Bei mindestens einem Unentschieden würde das so bleiben.

Die große Frage im Lager der Borussia lautete: Wie geht es dem Kapitän? Sebastian Kehl musste in der Partie gegen den VfB Stuttgart schon nach 20 Minuten nach einem Ellbogen-Check ausgewechselt werden. Gegen Real war Kehl einer der besten Akteure auf dem Platz und stellte unter Beweis, wie wertvoll er für den BVB sein kann. Jürgen Klopp wird nur ungern auf seinen Kapitän verzichten wollen. Die gute Nachricht: Zumindest die Reise ins Santiago Bernabeu hat Sebastian Kehl mit angetreten. Es sieht also nicht ganz so schlecht aus für den Dortmunder Spielführer, der selbst sagt: „Mir geht es gut“. Dass er mit auflaufen kann, dafür soll eine entsprechend angefertigte Spezialmaske sorgen. Doch selbst wenn die nicht wirklich passen sollte, will Kehl dennoch mit angebrochenen Nasenbein auflaufen! Genau solche Leadertypen braucht die Borussia.

Einer der Matchwinner im Hinspiel hieß Marcel Schmelzer. Dem Linksverteidiger gelang der alles entscheidende Treffer zum 2:1. Aber Schmelzer ist vorsichtig in seinen Äußerungen, rechnet mit wütenden Spaniern. „Wir wissen, dass Real nach dem Hinspiel sauer war. Real wird versuchen, uns zu überrennen, aber wir müssen uns dagegenstemmen“, nennt der deutsche Nationalspieler das Rezept, um sicherlich eine stürmische Anfangsphase der Königlichen schadlos zu überstehen. Ein Unentschieden, dann hätte der BVB nicht nur Platz eins verteidigt, sondern sich eine glänzende Ausgangslage verschafft, um das Achtelfinale zu erreichen.


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