Von Martin Müller-Lütgenau 0
Die große Leere

Promipool-Wochenrückblick: Trauer und Fassungslosigkeit nach dem Tod von Philip Seymour Hoffman

Am vergangenen Sonntag schockte uns die Meldung vom Tod des Schauspielers Philip Seymour Hoffman. Der 46-Jährige wurde in seiner Wohnung in New York gefunden und vieles deutet darauf, hin dass er an einer Überdosis starb. Kollegen und Fans stellen sich die Fragen: Wie konnte es soweit kommen?

Philip Seymour Hoffman im Januar 2014

Philip Seymour Hoffman im Januar 2014

(© Getty Images)

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Philip Seymour Hoffman war so etwas wie der ewige Geheimtipp Hollywoods. In zahlreichen Nebenrollen arbeitete sich der Schauspieler in Lauf der vergangenen Jahre ganz nach oben in der Traumfabrik. Im Jahr 2006 folgte dann die Krönung. Für seine Rolle in "Capote“ erhielt Hoffman 2006 den Oscar als "Bester Hauptdarsteller“.

Zwischen Erfolg und Verzweiflung

Doch der Rummel um seine Person machte Hoffmann in den vergangenen Jahren vor allem psychisch zu schaffen. Bereits 2006 schockte er mit einer öffentlichen Drogenbeichte. Nach einem intensiven Entzug war der US-Amerikaner nach eigener Aussage wieder völlig "clean“. In den folgenden Jahren avancierte Hoffman zu einem der besten und gefragtesten Schauspieler überhaupt.

Hollywood steht unter Schock

Die Trauer und die Fassungslosigkeit unter seinen Kollegen waren entsprechend groß, nachdem Hoffmann am vergangenen Sonntag leblos in seinem New Yorker Apartment gefunden wurde.  Die Polizei fand laut CNN dutzende Spritzen und Heroinpäckchen sowie verschreibungspflichtige Medikamente. 

Warum?

Es bleibt die große Frage: Was hat Hoffman dazu veranlasst, sein Leben auf diese Weise zu beenden. Ein Urteil steht weder uns noch irgendjemand anderem zu und es gilt, die Privatsphäre seiner Familie und seiner drei Kinder zu achten und zu schützen.

Hinter der Fassade, so viel steht fest, war Hoffmann offenbar ein fragiler und zutiefst zerrütteter Charakter. Vielleicht war das auch der Grund, warum er so ein grandioser Schauspieler war. Dass er ähnlich wie River Phoenix offenbar am Druck und an privaten Problemen scheiterte, macht sein Ableben nur noch tragischer. Er hinterlässt eine Lücke, die nicht zu füllen ist. Auch wir trauern um einen der ganz Großen seiner Zunft und wünschen seiner Familie weiterhin viel Kraft in dieser schwierigen Zeit. 


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