Von Mark Read 3
Ein Versprecher mit Folgen

Promipool-Wochenrückblick: "Bambi" und sein großes Echo

Die vergangene Woche stand ganz im Zeichen eines süßen kleinen Rehleins. Und zwar einem goldenen. In Berlin wurden die "Bambis" verliehen, und sowohl davor als auch danach sprachen alle über eine Frau: Helene Fischer.

Helene Fischers Outfit auf dem roten Teppich. Ein schönes Kleid, aber das kennen wir besser von dir, Helene!

Helene Fischers Outfit auf dem roten Teppich.

(© Getty Images)
Bambi 2013: Helene Fischer im weißen Outfit

Helene Fischer mit langen Haaren

(© Getty Images)

Diese Karriere hätte sich Bambi selbst wohl nicht träumen lassen. Zunächst ein unschuldiges Rehlein im Walde, später Held in Walt Disneys weltberühmtem Zeichentrickfilm und dann Namensgeber für den wichtigsten deutschen Medienpreis.

Seit Ende der 40er Jahre ist "Bambi" einmal pro Jahr in aller Munde. Nämlich dann, wenn sich die Promis, echten Stars und kleineren Sternchen die Klinke in die Hand geben, um in verschiedenen Kategorien goldene Rehkitze in Empfang zu nehmen. Zwischen TV-Größen, die außerhalb Deutschlands eher unbekannt sind, tummeln sich immer mal wieder echte Weltstars wie dieses Jahr Robbie Williams (39) und Miley Cyrus (20).

Miley war brav? Dann brauchen wir einen anderen Skandal!

Bemerkenswert aber, dass all jene, die im Vorfeld einen durch Miley verursachten Skandal erwartet hatten, hinterher von einer ganz anderen Frau sprachen. Denn während sich die freizügige US-Sängerin sowohl auf dem roten Teppich als auch auf der Bühne brav und geradezu züchtig gab (na gut, ihr Bühnenoutfit war zumindest fragwürdig), sorgte ausgerechnet die schöne Helene Fischer (29) für Wirbel.

Warum nochmal? Ach ja, weil ihr ganz am Ende der Sendung ein kleiner Fehler unterlief. "Das war der Echo 2013!", rief sie. Oh mein Gott! Kulturnation Deutschland, was ist mit dir passiert? Wir sind verloren, wenn eine Moderatorin am Ende einer mehrstündigen Gala, einigermaßen erschöpft, zwei Begriffe verwechselt!

Helene Fischer hat die Häme nicht verdient

Ironie beiseite: Wenn wir wirklich keine größeren Probleme haben als uns das Maul über einen kleinen Versprecher zu zerreissen, dann geht es Deutschland blendend. Dass Helene Fischer völlig verdient den Bambi in der Kategorie "Musik national" bekam, dass sie einen grandiosen Live-Auftritt hinlegte - all das wurde in dem gewaltigen Medien-Echo (Ha, ha) gerne ausgeblendet.

Dabei zeigte Helene Fischer am "Bambi"-Abend gleich mehrfach, dass sie genau der echte Star ist, den wir uns in Deutschland so sehnlich gewünscht haben. Sie sieht nicht nur gut aus, kann toll singen und legt eine atemberaubend akrobatische Bühnenshow hin. Sie steht auch für das, was sie singt. Denn wie heißt es in ihrem aktuellen Hit so schön? "Keiner ist fehlerfrei". Und wir wissen jetzt: Sie ist das beste Beispiel dafür.

Und nur so nebenbei: Beim letzten "Wetten, dass ...?" bezeichnete Markus Lanz das Publikum in Haale/Saale als "Leipziger Publikum" ...


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