Von Nils Reschke 0
Promiboxen

Promi-Boxen: Der böse Evil Jared macht Lars Riedel den Hasselhoff

Seine Karriere war beispiellos. Aber eines ist auch sicher: Als Boxer wäre Lars Riedel sicherlich weniger erfolgreich gewesen als beim Diskuswerfen. Fast ängstlich, aber auf jeden Fall orientierungslos lief er ins verderben und fing sich den K.o. von Evil Jared Hasselhoff ein.


Zum Abschluss des Abends beim großen Promiboxen auf ProSieben standen sich im Schwergewicht ein ehemaliger Leistungssportler und ein nicht minder berühmtes Großmaul gegenüber. Diskuswerfer Lars Riedel forderte Evil Jared Hasselhoff, den Bassisten der Bloodhound Gang, heraus. Und der sparte traditionell nicht mit Sprüchen: „Das ist doch der Typ, der mit den Pizzen geworfen hat?“, erkundigte er sich erst einmal nach seinem Kontrahenten und lag damit knapp daneben. Denn Riedl war 1996 in Atlanta Olympiasieger, holte 2000 bei den Olympischen Spielen zudem die Silbermedaille. Der fünffache Weltmeister galt natürlich als klarer Favorit, zumal er von einem Weltmeister trainiert wurde: Sven Ottke.

Also lautete das Motto: Let's get ready to Riedel! Doch während des Kampfes machte sich schnell der große Nachteil bemerkbar: der Altersunterschied. Die erste Runde überstand Lars Riedel noch beachtlich, im zweiten Durchgang musste er sich dann aber zwei Schläge auf den Hinterkopf gefallen lassen, die ihn sichtlich beeindruckten. Ohnehin machte Riedel stets den Eindruck, als traue er sich nicht so recht, dem Gegner Schmerzen zuzufügen. Evil Jared hätte das schon weggesteckt, er ist ja auch sonst kein Kind von Traurigkeit. In der dritten Runde irrte der einstige Olympiasieger dann fast orientierungslos durch den Ring, bis kam, was kommen musste.

22 Sekunden waren noch zu absolvieren in der vierten Runde, da schickte der Bassist der Bloodhound Gang den Diskuswerfer auf die Bretter. K.o. in Runde vier, der Hasselhoff war verdienter Sieger. Und der hatte mächtigen Durst: „Sechs Wochen keinen Alkohol: Wo ist der Jägermeister!?“ Lars Riedel pumpte anschließend mächtig. Oder wie Moderator Axel Schulz es so treffend formulierte: „Das ist 'ne ganz andere Scheiße als beim Diskuswerfen, was?“ Ob er damit jetzt den Boxsport als solchen oder die eher zähe Show gemeint hatte, die sich hinzog wie ein Kaugummi, sei mal dahingestellt.


Teilen:
Geh auf die Seite von: