Von Mark Read 0
Neue Falkland-Krise?

Prinz William sorgt für Streit zwischen Argentinien und Großbritannien

Das kommt nicht überraschend: Nachdem bekannt wurde, dass Prinz William von Februar bis April 2012 auf den Falkland-Inseln stationiert wird, beklagt sich Argentinien über eine Provokation. Denn des Prinzen Militärdienst auf dem Archipel fällt genau mit dem 30. Jahrestag des Falkland-Kriegs zusammen. Zufall?


Sebastian Brugo Marco, seines Zeichens ranghoher argentinischer Regierunsbeamter, sprach im Interview mit der Zeitung "La Nación" von einer Provokation seitens Großbritanniens. Dass die Versetzung Prinz Williams auf die Falkland-Inseln ausgerechnet zum 30. Jahrestag des Krieges zwischen Argentiniern und den Briten ein Zufall ist, glaubt er nicht. Viele seiner Landsleute offenbar auch nicht.

Denn seit dem Falkland-Krieg im April 1982 ist das politische Klima zwischen Argentinien und Großbritannien belastet. Die Südamerikaner erheben seit Jahrhunderten Anspruch auf das 460 Kilometer für ihrer Küste gelegene Archipel, eine englische Kolonie. 1982 marschierten sie auf den Inseln ein und veranlassten so Großbritannien zum militärischen Gegenschlag. Die Bilanz am Ende: 650 tote Argentinier, 250 tote Briten und drei tote Inselbewohner.

Die britische Armee will von einer Provokation aber nichts wissen und spricht von Prinz Williams Dienst auf den Falklands als der normalen Rotation im Militärdienst. Dass seine Arbeit als Hubschrauberpilot zum Gegenstand einer kleinen Staatsaffäre wird, ist sicher nicht in Williams Sinne. Denn er hat ohnehin schon genug zu leiden: Er darf seine Frau Kate nicht mitnehmen und ist sechs Wochen von ihr getrennt.


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