Von Mark Read 0
Vertraute Umgebung

Prinz Johan Friso wurde nach London verlegt

Der im Koma liegende Prinz Johan Friso ist gestern Nachmittag aus dem Innsbrucker Krankenhaus in eine neurologische Klinik in London verlegt worden. Dort lebte der 43-jährige Prinz vor seinem schweren Ski-Unfall mit seiner Frau und den beiden Kindern.


Wie die Polizei mittlerweile bestätigte, startete die Maschine mit dem Koma-Patienten am Bord gestern um 14 Uhr vom Innsbrucker Flughafen. An Bord war auch ein Arzt. In London soll Prinz Friso in einer Klinik behandelt werden, die auf Neurologie und Rehabilition spezialisiert ist. In der englischen Metropole lebte der 43-jährige Sohn von Königin Beatrix vor dem schlimmen Ski-Unfall am 17. Februar mit seiner Frau Mabel und den beiden kleinen Töchtern.

War es nicht gefährlich, den im Koma liegenden Prinzen im Flugzeug zu transportieren? Nein, sagt der Präsident der österreichischen Koma-Gesellschaft, Johann Donis. "Patienten, die künstlich beatmet werden, können durch ganz Europa geflogen werden." Genau dies tat man mit Johan Friso. Man hofft, dass die vertraute Umgebung in der englischen Hauptstadt bei der Rehabilitation hilft.

Doch klar ist auch: Die Chancen, dass der Prinz jemals wieder aus dem Tiefschlaf erwacht, stehen schlecht. Und falls doch, wird Friso wohl für immer ein Pflegefall bleiben. Während er verschüttet unter einer Lawine lag, blieb sein Gehirn für fast 50 Minuten ohne Sauerstoff-Versorgung. In dieser Zeit sind wichtige Zellen abgestorben.


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