Von Andrea Hornsteiner 4
Er liegt im Wachkoma

Prinz Johan Friso: Die Ärzte haben keine Hoffnung mehr

Am 17. Februar wurde Prinz Friso von einer Lawine verschüttet. Seitdem liegt er im Wachkoma. Mittlerweile gibt es kaum noch Hoffnung auf Genesung. Königin Beatrix und Frisos Frau Mabel stehen nun vor einer schweren Entscheidung.


Seit dem 17. Februar ist für die königliche Familie nichts mehr wie zuvor.

An jenem Tag wurde der 43-jährige Prinz im österreichischen Lech beim Skifahren von einer Lawine erfasst und verschüttet. Lange 25 Minuten lag er ohne Sauerstoff unter den Schneemassen. 50 Minuten lang musste er reanimiert werden. Mit schweren Hirnverletzungen wurde Prinz Johan Friso ins künstliche Koma versetzt.

Der damalige Chefarzt Wolfgang Koller machte eine Woche nach dem Unfall nur wenig Hoffnung: "Es kann derzeit nicht gesagt werden, ob er jemals wieder das Bewusstsein erlangen wird." Seit sechs Monaten hat sich der Zustand des Prinzen nicht verändert.

"Sechs Monate sind eine kritische Grenze", sagt ein Mediziner am Erasmuskrankenhaus der Universität Rotterdam laut stern.de. "Bis dahin hofft man noch auf eine Besserung."

In den Niederlanden wird nach einem halben Jahr von Ärzten und Angehörigen erwogen, die Behandlung zu beenden. Aber der Prinz liegt in einer Londoner Klinik. Die königliche Familie muss demnächst eine schwere Entscheidung treffen: Werden sie die Maschinen abstellen lassen?

Mabel besucht ihren Mann täglich im Krankenhaus. Auch Königin Beatrix fliegt wöchentlich zu ihrem zweitältesten Sohn.

Besonders für Prinz Frisos Töchter Luana und Zaria muss es schwer sein, ohne Vater aufzuwachsen. Die sieben- und sechs-jährigen werden aber im Kreise ihrer Familie liebevoll umsorgt.

Vergangenen Samstag hatte Prinzessin Mabel ihren 44. Geburtstag. Eigentlich sollte dieser Tag so unbeschwert wie möglich werden, doch man spürte deutlich die Trauer der Familie.

Auch den Königinnentag am 30. April überschattete noch der Unfall des Prinzen.

Doch das Volk steht hinter dem niederländischen Königshaus, egal welche Entscheidung es treffen wird.


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hannelore schmidt 19. Aug. - 08:23 Uhr

es ist eine unvorstellbar schwere entscheidung die masch. abstellen zu lassen
ich musste diese entscheidung auch vor nicht langer zeit treffen und habe mich
wochenlang innerlich gefragt hast du wirklich das richtige getan. im nachhinein sage ich ja man sollte abstellen, ich wünsche der königsfamilie ganz viel kraftund stärke das für sie richtige zu entscheiden.
.

Lucia Latz-Weidemann 17. Aug. - 20:14 Uhr

Eine sehr schwere Entscheidung!! Doch, ist das noch ein "Leben", was Friso da erlebt?
Er wird doch nur künstlich am Leben gehalten! Schade, ich denke, wenn er in den Niederlanden im Krhs läge, hätte man die Maschinen schon abgestellt! Diesen Spaghat zwischen Leben und Tod - Hirntod - möchte ich nicht entscheiden, doch würde es mich betreffen, ich würde es befürworten, dass man mich in "den Himmel" entlässt!

J.H 17. Aug. - 16:24 Uhr

Es ist schwer fast unvorstellbar diese Entscheidung treffen zu müssen.mein Bruder verstarb vor enem Jahr inFolge eines fahrardsportunfalles nach 10 Wochen Koma .Ich wünsche der Hölländschen Königsfamilie und den Anfehörigen die Kraft und die Stärke das richtige zu entscheiden und ebenso danach die Kraft wieder ins "normale" Leben zurück zufinden.

de Pon Heiden 17. Aug. - 15:31 Uhr

Keiner wünscht sich so eine Entscheidung treffen zu müßen-Man fragt sich was ist das beste.Als Angehöriger hofft man das alles besser wirs,das die Ärzte irren.
Ich wünsche meiner Königin die Kraft das richtige zu entscheiden.Ich wünsche Mabel und ihren Kindern die Kraft all das zu verarbeiten. Die Königin und ihre Familie werden Trost finden unter einander, ich wünsche es ihnen

06. Dez. - 16:57 Uhr

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