Von Stephanie Neuberger 0
Hatte es nicht immer leicht

Prinz Charles: Der steinige Weg des Thronfolgers

Ich gebe zu, dass ich Prinz Charles nicht immer sympathisch fand. Vor allem in der Zeit als Diana so unglücklich war, schob auch ich dem Prinzen den schwarzen Peter zu. Doch mittlerweile hat sich der britische Thronfolger gemacht und wirkt viel offener und lockerer. Offenbar hat er seinen Weg gefunden.


Prinz Charles feierte am 14. November seinen 64. Geburtstag. Dem Sohn der Queen wurde in Neuseeland ein Fest ausgerichtet und ihm wurde herzlich gratuliert. Vor einigen Jahren war die Herzlichkeit gegenüber Charles noch nicht so euphorisch. Die Ehe mit Diana hat seinem Image mehr als geschadet. Neben einer solch tollen Frau, die in der Ehe so zutiefst unglücklich war und deren Mann es nicht schaffte, sie in die Königsfamilie und in ihr neues Leben zu integrieren, stand Charles als Buhmann da. Auch die Scheidung und seine offensichtliche Beziehung zu Camilla taten ihr übriges. Obwohl Diana nicht als Prinzessin geboren wurde, war sie plötzlich das beliebteste Mitglied der Monarchie in England. Selbst die Queen konnte gegen das Strahlen ihrer Schwiegertochter nicht ankommen. So hart es vielleicht klingen mag, die Ehe zu Diana hat Prinz Charles eher schlecht aussehen lassen. Neben dieser Frau konnte er einfach nicht glänzen.

Für Prinz Charles war das Leben als Thronfolger nicht immer leicht. Nach dem Tod seiner damaligen Exfrau konnte er sich wieder ins rechte Licht rücken. Denn er war bei diesem Schicksalsschlag für seine Söhne da und soll auch maßgeblich an der Organisation der Beerdigung beteiligt gewesen sein. Einige behaupten, dass sein Verhalten kalkuliert war und er damit sein Image aufpolieren und beim Volk punkte sammeln wollte. Dies möchte ich so nicht unterschreiben. Ich möchte daran glauben, dass Charles in dieser schweren Stunde sich für seine Söhne stark machte und sich so verhielt, weil er für sie da sein wollte. Dass für ihn das Wohl seiner Kinder im Vordergrund stand und keine Imagekampagne. Denn auch wenn er Diana nicht mehr liebte und sie kein gemeinsames Leben mehr verband, war sie doch die Mutter seiner Kinder, die ihren Tod verkraften mussten.

Erst mit der Zeit konnte Prinz Charles bei dem Volk wieder an Beliebtheit dazugewinnen. Dennoch muss die Zeit als das Volk lieber seinen Sohn als Thronfolger der Queen gesehen hätten, schmerzlich gewesen sein. Sein ganzes Leben wurde er darauf vorbereitet, eines Tages König zu werden und die Monarchie weiterzuführen. Das ihm dies von den Menschen nicht zugetraut wurden, war sicherlich ein harter Schlag. Doch eines Tages, und hoffentlich liegt dieser Tag in ferner Zukunft, wird Charles vom Prinzen zum König werden. An seiner Seite thront dann Camilla, seine einstige Geliebte und jetzige Frau.

Prinz Charles ist seinem Leben nicht immer den leichten Weg gegangen und hat sich meiner Meinung nach auch oftmals den falschen ausgesucht, aber heute ist er mir doch sympathisch und wirkt sehr humorvoll und lockerer als noch vor vielen Jahren. Offenbar hat der Prinz mit 64 Jahren endlich seinen Weg gefunden- als Mann, als Thronfolger und als öffentliche Person.


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