Von Nils Reschke 0
EM 2012 Gruppe A

Polen müssen sich heute gegen Russlands Offensive beweisen

Eine Überraschung der angenehmen Art waren während der acht Partien des ersten Spieltages ohne Zweifel die Russen, die bei ihrem 4:1 gegen Tschechien über weite Strecken begeisterten. Gelingt ihnen das auch heute gegen den Gastgeber Polen?


Eigentlich hatte doch alles so gut begonnen für die Polen. Der EM-Gastgeber wirbelte in der Anfangsphase die griechische Hintermannschaft im Eröffnungsspiel der Euro derart durcheinander, dass sich die Experten einig waren: Ja, da könnte ein Überraschungsteam durchaus den Titel holen. Doch dann spielte Griechenland Spielverderber. Und nach einem 1:1 im ersten Spiel ist Polens Nationalmannschaft heute Abend im Nationalstadion von Warschau ab 20.45 Uhr besonders gefordert. Es geht gegen die Russen, die ihrerseits Tschechien mit 4:1 klar in die Schranken gewiesen haben.

Die Mannschaft von Dick Advocaat hat also bereits heute ihren ersten Matchball, den es nur noch zu verwerten gilt. Mit einem Sieg gegen den Gastgeber der Europameisterschaft wäre Russland das erste Team, das das Viertelfinale bereits in der Tasche hätte. Das allerdings will Polen verhindern und lieber so feiern, wie es die Ukraine gestern Abend im Match gegen die Schweden getan hat. Doch da wartet ein ganz schwerer Brocken auf die Mannen von Franciszek Smuda, bei denen es einmal mehr vor allem die Dortmunder im Team richten sollen. Lukasz Piszczek, Jakub Blaszczykowski und Robert Lewandowski sollen Russland in die Knie zwingen.

Aber das Match gegen Griechenland hat seine Spuren hinterlassen. Natürlich personeller Natur, denn Stammtorwart Wojciech Szczesny fehlt dem Gastgeber gegen Russland nach seiner Roten Karte für die Notbremse gegen Dimitrios Salpingidis. Reservekeeper Przemyslaw Tyton retteten immerhin mit seinem gehaltenen Strafstoß vom griechischen Kapitän Giorgios Karagounis den Polen einen Punkt. Ein Zähler könnte heute aber zu wenig sein. Und Tyton wird bei der geballten russischen Offensive sicherlich weitaus mehr in den Fokus rücken, als ihm lieb sein dürfte.


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