Von Sarah Zuther 0
Jenseits Größe 38

“Plus Size”-Models – mollig oder einfach nur "normal“?!

Die heutige Kolumne beschäftigt sich mit dem Thema "Plus Size Models“. Ab wann gelten diese Frauen überhaupt als Model für Übergrößen? Kann man sie wirklich als XXL-Models bezeichnen oder ist diese Darstellung total abwegig? Was für ein verzerrtes Bild uns durch die Modebranche vermittelt wird, ist eine Frechheit und eine Beleidigung für viele Frauen.

Robyn Lawley modelt fuer h und m

Robyn Lawley

(© Getty Images)
Laura Catterall Hayley Morley sind Plus-Size-Modes

Laura Catterall und Hayley Morley - beide Plus Size Models

(© Getty Images)

Man müsste meinen, dass der Magerwahn in der Modebranche endlich bezwungen wurde. Schließlich gibt es zahlreiche Models, wie beispielsweise Robyn Lawley (24), die mit ihrem Kurven diverse Modemagazine betiteln. Doch Models wie Robyn gelten als "Plus Size Models“…also Models für Übergrößen. Das traurige daran: Erwachsene Frauen mit einer Konfektionsgröße 38 sollten doch eigentlich als "normal“ durchgehen, doch man wird als "dick“ oder "mollig“ abgestempelt. Dieses verzerrte Bild von dem Körper einer Frau macht mich wütend. An was sollen sich junge Frauen noch orientieren können?

"Plus Size Models“: Models mit realistischen Maßen

Doch auf dem Laufsteg gelten andere Gesetze, denn hier ist 90-60-90 Pflicht. "Plus Size Models“ sind also Frauen, die eben nicht die Laufsteg-Größe Zero, sondern die ganz "normalen" und realistischen Größen 38, 40, 42 oder größer tragen - und gerade deshalb wunderschön sind. Weitere bekannte "Plus Size Models“ sind unter anderem Candice Huffine, Marquita Pring, Hayley Morley, Laura Catterall, Sophie Dahl oder Crystal Renn. Letzter hat jedoch stark abgenommen und ist nicht mehr so erfolgreich.

Ab wann ist man eigentlich dick oder dünn?

Robyn Lawley zeigte ihre tolle Figur bei einem Bikini-Shoot für die australische "Cosmopolitan". Für mich eine schlanke Frau mit Kurven. Also wo fängt "dünn sein“ an und hört "dick sein“ auf? Eine schwierige Frage, zu der es wahrscheinlich die unterschiedlichsten Antworten gibt. Jeder sollte für sich herausfinden, mit welchem Gewicht man sich am wohlsten fühlt. Doch das ist leichter gesagt als getan. Denn die Modewelt gibt eine abwegige Idealvorstellung vor, an der sich leider immer noch viel zu viele Frauen orientieren. Daher finde ich es toll, dass es auch "Plus Size Models“ (müsste meiner Meinung nach zum Unwort des Jahres gekürt werden) gibt und diese auch "dick“ im Geschäft sind. Laut der Aussagen vieler Männer, finden sie Frauen mit etwas mehr auf den Rippen auch wesentlich attraktiver.

Kaum Eine kann sich mit "Size Zero“ identifizieren

Mein Fazit: Es wird sicherlich noch eine ganz Weile dauern, bis die Vorstellung der "Idealfrau“ aus den Köpfen verschwunden ist. Mit den "Plus Size Models“ geht die Modebranche auf jeden Fall einen Schritt in die richtige Richtung. In der heutigen Zeit kann sich einfach kaum eine normale Frau mit den "Size Zero“-Models identifizieren. Doch es wird leider immer wieder sinnlose Trends wie die Oberschenkellücke (Thigh Gap) geben…

Hier die schönsten Bilder der "Plus Size Models“ und im Vergleich "Viel zu dünne Stars“.


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