Von Nils Reschke 0
Vierschanzentournee

Platz drei für Severin Freund zum Auftakt in Oberstdorf

Na also, es geht doch! Mit einem Platz auf dem Podest endete für die deutschen Skispringer das erste Springen in Oberstdorf bei der diesjährigen Vierschanzentournee. Genau den hatten sich die deutschen Adler vorgenommen.


„Super, dass wir das nun schon beim ersten Springen geschafft haben“, freute sich hinterher ein glücklicher Severin Freund, der beim Auftakt der Tour in Oberstdorf am Ende Dritter wurde und damit dem Druck und den Erwartungen, die die Fans in ihn gesetzt hatten, auch erfüllen konnte. Spaß gemacht habe es, gab der DSV-Springer zu Protokoll. Was auch sonst? Schließlich waren fast 25.000 Menschen am Sonntag zur Schattenbergschanze nach Oberstdorf gepilgert und sorgten für eine tolle Stimmung.

Auf 138,5 Meter brachte es Severin Freund im ersten Durchgang. Bei seinem zweiten Sprung landete der 24-Jährige und derzeit wohl beste Springer im deutschen Team bei 135,5 Meter. Das reichte zu Platz drei beim Auftakt zur 61. Auflage der Vierschanzentournee. Bundestrainer Werner Schuster durfte nach Oberstdorf ein zufriedenes Fazit ziehen, glaubte sogar, dass sich seine Schützlinge „haben anstecken lassen von der fantastischen Stimmung hier“. Denn am Ende belegte Michael Neumayer den achten Platz, Andreas Wellinger landete auf Rang zehn, Richard Freitag wurde 15. Und was machte eigentlich Martin Schmitt? Der schaffte bei seinem Comeback einen ebenfalls guten 16. Rang.

Während heute die Qualifikation in Garmisch-Partenkirchen auf dem Programm steht, geht die Vierschanzentournee dann am Neujahrstag mit dem zweiten Springen weiter. Es folgen noch die Springen in Österreich: zunächst in Innsbruck (4. Januar), dann in Bischofshofen (6. Januar). Da hat dann der Top-Favorit Gregor Schlierenzauer Heimvorteil. In Oberstdorf allerdings reichte es für den Österreicher nur zu Platz zwei. Auch er wurde von einem Außenseiter überrascht. Denn der Norweger Anders Jacobsen gewann das erste Springen der Tour. Der Gesamtgewinner von 2006/07 stieg wie Phoenix aus der Aschen. Den Skandinavier hatten die Experten nicht auf der Rechnung gehabt. Kein Wunder also, dass es Jacobsen „wie in einem Märchen“ vorkam, was er da in Oberstdorf erlebt hatte.


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