Von Nils Reschke 0
Neues Album „Elysium“

Pet Shop Boys lassen sich von Berlin inspirieren

Sie hören auf die Namen Neil Tennant und Chris Lowe, und spätestens jetzt wissen Musikfans, von wem die Rede ist. Natürlich geht es um die Pet Shop Boys, da dürfte nun auch bei weniger versierten Musikliebhabern der Groschen gefallen sein.


Das Duo Tennant und Lowe sind einfach unverwüstlich. Seit 1981 schon machen sie als Pet Shop Boys Musik. „West End Girls“, „It´s A Sin“ oder auch „You Are Always On My Mind“ kennt jeder. Gerade eben erst traten sie noch bei der Abschlussfeier der Olympischen Spiele auf, jetzt statteten sie der deutschen Hauptstadt einen Besuch ab. In Berlin präsentierten sie ihr neues Album „Elysium“ – bereits das elfte der Pet Shop Boys, dessen Texte und Kompositionen größtenteils in Berlin kreiert wurden.

Wie es dazu kam, dieses Geheimnis lüftete Neil Tennant nun in einem Interview auf der Internetplattform der Welt: Seit einer Zusammenarbeit mit dem Berliner Produzenten Chris Zippel im Jahr 2000 besuchen die Pet Shop Boys regelmäßig  Berlin. „Wir schreiben gern außerhalb von London, und in Berlin gibt es ein kleines Studio, das wir gern benutzen“, erzählt Tennant. Mit dem Vorgänger-Album „Yes“ lässt sich das neueste Werk „Elysium“ aber keineswegs vergleichen. Es kommst düsterer, melancholischer daher – passend also zum anstehenden Herbst. Die Fangemeinde überschlägt sich und feiert „Elysium“ als den großen Wurf, als eines der besten Alben der Pet Shop Boys.

Die deutsche Hauptstadt zum ersten Mal kennengelernt haben Neil Tennant und Chris Lowe 1987, als David Bowie dort ein Konzert gab. Den Alexanderplatz in Berlin kannten sie außerdem aus der gleichnamigen Fassbinder-Verfilmung, verrät das Pop-Duo. „Da wollten wir hin“, berichtet Tennant von einem kurzen Trip durch die Hauptstadt. Weil ihr Chauffeur aber geweigert habe, nach Ostberlin zu fahren, hätten sie sich kurzerhand am Checkpoint Charlie absetzen lassen und seien dann U-Bahn gefahren. Und anschließend noch „Unter den Linden herunter spaziert“. Berlin scheint also nach wie vor zu faszinieren und zu inspirieren. Sind wir gespannt auf „Elysium“, das am Freitag erscheinen wird.


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