Von Mark Read 0
Tod einer Legende

Paul Kuhn: "Der Mann am Klavier" ist tot

Er war nicht nur einer der beliebtesten, sondern auch einer der besten Entertainer. Paul Kuhn, der Schöpfer von Klassikern wie "Es gibt kein Bier auf Hawaii" oder "Der Mann am Klavier", ist tot. Er verstarb im Alter von 85 Jahren, nachdem er bereits seit längerem gesundheitliche Probleme hatte.

Paul Kuhn ist am 23. September verstorben

Paul Kuhn ist am 23. September verstorben

(© Getty Images)

Das Publikum nannte ihn liebevoll "Paulchen" oder auch nur den "Mann am Klavier". Paul Kuhn war einer der besten Jazzpianisten und Bandleader, die es in Deutschland je gab. Er war ein Unterhalter der Spitzenklasse, der jedes Publikum mühelos im Griff hatte. Jetzt ist er im Alter von 85 Jahren gestorben.

In den 50er Jahren wurde der gebürtige Wiesbadener als Schlagersänger bekannt, mit Hits wie "Der Mann am Klavier" (1954), "Die Farbe der Liebe" (1958) oder dem Evergreen "Es gibt kein Bier auf Hawaii" (1963). Gleichzeitig begeisterte er aber auch ein Jazz-Publikum mit seinem filigranen Spiel und produzierte nebenbei Nachwuchsmusiker wie Ralf Bendix oder Howard Carpendale.

Auch als Schauspieler erfolgreich

Zudem zog es den begnadeten Entertainer immer wieder vor die Kamera. 1959 war er etwa in der Komödie "Drillinge an Bord" zu sehen. In der Spätphase seines Lebens spielte er 2011 einen alternden Jazzpianisten in der Tragikomödie "Schenk mir dein Herz".

Zu dieser Zeit hatte Kuhn bereits gesundheitliche Probleme. 2005 bekam er in einer Notoperation drei Bypässe gelegt und eine neue Herzklappe. Seitdem war er nie mehr ganz der Alte. Gehör und Sehkraft ließen in den vergangenen Jahren stark nach. Trotzdem kommt sein Tod plötzlich und überraschend.

Paul Kuhn hinterlässt seine dritte Frau Ute, mit der er seit 1988 verheiratet war, sowie seinen Sohn Daniel aus erster Ehe.


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