Von Nils Reschke 0
Ex-HSVler unverbesserlich

Paolo Guerrero sorgt mit einem üblen Scherz schon wieder für Schlagzeilen

Mit 28 Jahren, sollte man meinen, ist man gereift. Nicht nur auf dem Fußballplatz, wo auch bei Paolo Guerrero eine beträchtliche Anzahl an Pflichtspielen zusammenkommen. Mit 28 Jahren sollte man eben auch wissen, was Verantwortung neben dem grünen Rasen bedeutet. Doch es scheint, als wenn der ehemalige Stürmer des Hamburger SV, der im Sommer die Hansestadt Richtung Corinthians nach Brasilien verlassen hatte. Es gibt nicht wenige HSV-Fans, die sagen: endlich!


Wieder einmal sorgte der Stürmer für einen handfesten Skandal. Am Flughafen von San Jose war Paolo Guerrero mit der Nationalmannschaft von Peru unterwegs und meinte, es sei an der Zeit für einen kleinen Scherz. „Ich hatte den Beamten gesagt, dass Galliquio Drogen transportiert. Er hat das Spielchen mitgemacht“, wird der Fußball-Profi, dem diese Posse auch noch sichtlich zu gefallen schien, von peruanischen Medien zitiert. Dass man in Südamerika mit dem Thema Drogen ganz sensibel umgeht, sollte Guerrero eigentlich bewusst sein. War es aber nicht. „Ich hätte nicht gedacht, dass die Polizei diesen Witz ernst nimmt“, sagte der verblüffte Stürmer. Und dann passierte das, was zu erwarten war.

Sein Teamkollege John Galliquio, der sinnigerweise auf den Namen „Tyson“ hört, wurde kurzerhand aus dem Verkehr gezogen – und verpasste damit auch den Rückflug in die Heimat. Das Länderspiel gegen Costa Rica hatte Peru zuvor mit 1:0 gewonnen, was jetzt aber sowieso niemanden mehr interessierte. Guerrero ist kein Kind von Traurigkeit: Beim HSV wurde er einst auffällig, als er einem wütenden Zuschauer eine Plastikwasserflasche ins Gesicht schleuderte.

Auch sein Frustfoul an Stuttgarts Keeper Sven Ulreich sorgte für Schlagzeilen. Da der liebe Gott kleine oder mittelschwere Sünden bekanntlich sofort bestraft, verpasste Guerrero nach der Ankunft in Lima auch prompt den eigenen Mannschaftsbus, der ohne den Stürmer das Flughafengelände verlassen hatte. Dass es Paolo Guerrero überhaupt zum Flughafen schaffte, ist erstaunlich. Denn einst kehrte er lange Zeit nicht aus dem Heimaturlaub nach Hamburg zurück. Angeblich wegen Flugangst. Guerrero wollte damals sogar den Wasserweg nehmen. Na dann, Schiff ahoi!


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