Von Nils Reschke 1
Panik auf Hanseatisch

Panik City: Udo Lindenberg möchte sein eigenes Museum in Hamburg

Was fehlt eigentlich noch in der Vita des Udo Lindenberg? Der Platz des Rock´n´Popmuseum in seiner Heimatstadt Gronau trägt bereits seinen Namen. Doch Lindenberg will mehr: Sein ganz eigenes Museum. Am liebsten wäre ihm das in der Speicherstadt in Hamburg. Dort soll „Panik City“ eröffnen.


Was macht der Mann eigentlich richtig, was andere Künstler möglicherweise falsch machen? Udo Lindenberg ist und bleibt einfach ein Phänomen. Beispiele gefällig? Gerne! Seine jetzt schon legendäre Scheibe „MTV Unplugged Live aus dem Hotel Atlantic“ hielt sich seit seiner Veröffentlichung im Herbst vergangenen Jahres monatelang in den Top Ten der deutschen Album Charts von Media Control. Im März 2012 folgte eine Tournee. Udo machte „sein Ding“, wie immer eigentlich. Ergebnis: Alle Konzerte waren restlos ausverkauft. Als Dankeschön gab es gleich zwei Echos obendrauf.

Doch Udo Lindenberg ist auch auf anderen Meeren unterwegs. In der Kunst beispielsweise. Im Museum für Kunst und Gewerbe in der Hansestadt Hamburg wurde im Dezember letzten Jahres wurde „Udo, die Ausstellung“ eröffnet und nun sogar – zum zweite Mal schon – bis zum 1. Juli verlängert. Also ist Hamburg auch die Stadt, die mit Berlin konkurriert um eine Ausstellung, die eines Tages das Lebenswerk des Künstlers der breiten Öffentlichkeit zeigen darf. Obwohl viele Erinnerungen Udo Lindenberg mit der Hauptstadt verbindet, nicht zuletzt wegen seines „Mädchen aus Ost-Berlin“ und dem „Oberindiander“ Erich Honecker, wird Hamburg wohl den Zuschlag erhalten. Die Vorstellungen, die Lindenberg und ein enger Freund, Manfred Besser, haben, nehmen schon sehr konkrete Züge an.

Eintausend Quadratmeter Fläche umfassen die Räumlichkeiten, die Stage Entertainment bereits in der Hamburger Speicherstadt für eine solche Ausstellung des Lebenswerks des Panikrockers reserviert haben für all die Exponate, die von Udos bewegtem Leben erzählen. Hamburg wird also schon bald zu „Panik City“ – natürlich mit einer Bar in der Ausstellung inklusive. Ein eigenes Udo-Museum in der Hansestadt, warum eigentlich nicht? Doch Hamburg muss als Besitzer der Speicherstadt entsprechende Umbaumaßnahmen erst noch genehmigen. „Über das Panik-City-Konzept laufen derzeit Gespräche, denen ich nicht vorgreifen möchte“, meinte Kultursenatorin  Barbara Kisseler gegenüber dem Hamburger Abendblatt. Sie wisse aber, dass die Stadt Hamburg Udo Lindenberg sehr zugeneigt sei. Das hört sich doch schon mal gut an.


Teilen:
Geh auf die Seite von: