Von Mark Read 0
Pistorius vor Gericht

Oscar Pistorius: Tränen bei der Verlesung der Anklage

Seit gestern Abend verdichten sich die Anzeichen darauf, dass Paralympics-Ikone Oscar Pistorius tatsächlich seine Freundin erschossen hat. Der südafrikanische Sprinter wurde in seiner Heimat dem Gericht vorgeführt und brach bei Verlesung der Anklage in Tränen aus.


Hat er oder hat er nicht? Nicht nur Südafrika, sondern die gesamte Sportwelt diskutiert seit gestern früh darüber, ob Oscar Pistorius tatsächlich seine Freundin Reeva Steenkamp erschossen hat. Der 26-jährige Leichtathlet, der keine Unterschenkel hat und daher mit Hilfe von Carbonfedern mehrere Titel bei den Paralympics gewann, wurde gestern in seiner Heimatstadt Pretoria festgenommen. Hieß es zunächst noch, dass Pistorius die Schüsse auf seine Model-Freundin aus Versehen abgefeuert hat, so steht er inzwischen unter dringendem Mordverdacht.

Am heutigen Freitag wurde er dem Haftrichter vorgeführt. Laut Berichten mehrerer Medien soll Pistorius bei Verlesung der Anklage in Tränen ausgebrochen sein. Weitere Verhandlungstage sind für Dienstag und Mittwoch angesetzt. Dann soll entschieden werden, ob der "Blade Runner" gegen Kaution freikommt. Beim Verlassen des Gerichtsgebäudes verdeckte Pistorius sein Gesicht unter einer silberfarbenen Jacke.

Die 29-jährige Reeva Steenkamp wurde durch insgesamt vier Schüssen in Kopf und Brust getötet. Am Tag vor ihrem Tod hatte sie noch ihre Vorfreude auf den Valentinstag getwittert. Im Laufe des gestrigen Tages kamen jedoch immer wieder Berichte auf, die von Auseinandersetzungen zwischen Pistorius und Steenkamp berichten.

Der Sportartikel-Hersteller Nike hat seine geplante Werbekampagne mit Oscar Pistorius übrigens zurückgezogen. Dies berichtet die englische Zeitung "The Telegraph". Auf den Bildern wäre Pistorius in einem Startblock sitzend zu sehen gewesen, mit dem Slogan: "I am the bullet in the chamber" (deutsch: Ich bin die Kugel in der Kammer) - was jetzt natürlich sehr makaber klingt.


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