Von Maria Anderl 0
Gemeinsam vor der Kamera

Oscar-Favoriten: Meryl Streep und Julia Roberts

Im gemeinsamen Film "Im August in Osage County" spielen Meryl Streep und Julia Roberts ein problematisches Mutter-Tochter Duo. Für ihre Leistung wurden die beiden Schauspielerinnen mit einer Oscar-Nominierung geehrt.


"Im August in Osage County" ist kein witziger Film. Auch wenn man sich im Kino hier und da dabei ertappt wie man, der absurden Situationen wegen, lauthals loslacht.

John Wells inszenierte ein Familiendrama, das mit viel schwarzem Humor gespickt ist. Ein kluger Schachzug, denn anders ließe sich die Geschichte rund um die Familie "Wells" auch kaum ertragen.

Film beruht auf Theaterstück

Der Film, welcher auf dem preisgekrönten Theaterstück von Tracy Letts beruht, spielt, wie der Titel schon verrät, im Haus der Westons in Osage County. Nach dem vermeintlichen Suizid des Familienoberhaupts "Beverly" Weston versammelt sich dort, im ehemaligen Elternhaus, die restliche Familie.

In Osage County angekommen, erwartet den Rest der Familie Mutter "Violet", gespielt von Meryl Streep (64). Die in ihrer Tablettensucht gefangene Witwe gibt sich als verbitterte, missgüngstige und völlig zerstörte Frau, die alles und jeden um sich herum niederreißt.

Völlig zerstörte Familie

Und so bekommt in der Familie, egal ob direkt verwandt oder angeheiratet, jeder seinen Teil ab. Egal ob alte oder neue Geheimnisse, alles wird unter der drückenden Hitze Oklahomas ans Licht gezerrt, bis auch der letzte Charakter gebrochen scheint.

Julia Roberts (46) spielt in dem Film Violets Tochter "Barbara", die auf ihre Weise versucht, ihrer völlig außer Kontrolle geratenen Mutter Einhalt zu gebieten. So zynisch und verhärmt hat man Roberts selten zuvor im Kino gesehen.

Julia Roberts zeigt neue Facette

Und genau diese neue Facette ihres Könnens brachte Julia Robets wohl auch ihre vierte Oscar-Nominierung ein. 2001 bekam sie den begehrtesten aller Filmpreise für ihre Darstellung der "Erin Brokowitsch".

Meryl Streep dagegegen durfte den Oscar schon dreimal mit nach Hause nehmen, ganze 18 Mal war sie dagegen schon nominiert für den wichtisten Filmpreis der Welt. Und auch in diesem Jahr darf sie sich für die Darstellung der "Violet Weston" durchaus Hoffnungen auf den Preis machen.

Sie spielt diese durch und durch gebrochenen Frau, wie es wohl niemand sonst in Hollywood könnte.


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