Von Stephanie Neuberger 0
Preise am laufenden Band

Oscar, Berlinale, "Bafta", Grammy und Co.: Die Awardsaison läuft

Bei den vielen Preisverleihungen kann man schon mal den Überblick verlieren. Mich wundert, dass die Stars noch wissen, bei welchen Awards und auf welchen roten Teppich sie gerade zu Gast sind. Für Filmfans ist die Awardsaison aber eine tolle Zeit, mit vielen Filmen, die ansonsten vielleicht unentdeckt geblieben wären.


In diesen Tagen dreht sich das Preisverleihungs-Karussell so schnell, dass einem schwindelig werden kann. Los Angeles ist bereits seit Wochen im Ausnahmezustand. Dort werden nicht nur Filmpreise am laufenden Band vergeben, sondern auch die „Grammys“ haben am Wochenende einen Besitzer gefunden.

Aber es lohnt sich auch einen Blick über die Grenzen von Hollywood zu werfen. Denn die Award-Saison läuft nicht nur in den USA. Für Filmfreunde ist derzeit eine ganz wunderbare Zeit. Man kann neue Filme, Darsteller und Geschichten dank der Preisverleihungen entdecken.

In Berlin findet derzeit wie jedes Jahr die Berlinale statt. Neben vielen Stars können Filmfreude etliche Filme in verschiedenen Theatern sehen. Wer dort ist, sollte sich mindestens eine Kinokarte für einen Film rund um die Berlinale leisten. Zwar sind nicht alle Filme, die gezeigt werden, in der Wahl für den „Goldenen Bären“ aber dennoch sind darunter echte Schmuckstücke. Besonders toll ist, dass bei der Berlinale die Möglichkeit besteht, Filme zu sehen, die es niemals in unsere Kinos außerhalb des Filmfestivals schaffen würden. Noch bis zum 17. Februar läuft das Filmfestival in Berlin.

Auch in London wurden am Wochenende die “British Academy of Film and Television Arts”, kurz „Bafta“ Awards, verliehen. Ein weiterer Grund für mich über die Academy den Kopf zu schütteln. Große Überraschungen gab es bei der Verleihung nicht. Bis auf Jennifer Lawarence, die diesmal nicht den Award für die „Beste Hauptdarstellerin“ gewann. Dieser ging an Emmanuelle Riva für „Liebe“. Auch nicht überraschend war, dass Ben Affleck für „Argo“ den Award für die „Beste Regie“ abräumte. Doch genau dies ist der Grund, warum ich meinen Kopf schüttle. Denn die Academy hat ihn bei der Oscarnominierung nicht bedacht. Ich erwähnte bereits, dass ich dies für einen groben Fehler halte und die zahlreichen Preise, die er bekommt, geben mir Recht. Noch einmal kann ich sagen: Schämt Euch für diese Missachtung. Ein Gutes hat es: So bleibt es spannend wer stattdessen den Oscar bekommt, nachdem Ben Affleck nicht im Rennen ist.

Besonders gefreut hat mich der Bafta für Christoph Waltz für „Django Unchained“. Meine Daumen für die Oscarverleihung sind weiterhin gedrückt.

Da es sich um einen britischen Filmaward handelt, bekam auch „Skyfall“ seine Beachtung. Nominiert waren Javier Bardem für seine Nebenrolle im Bond (auch ihm hätte ich eine Oscarnominierung gegönnt, da seine Leistung hervorragend ist) und Judi Dench als Nebendarstellerin sowie der Film an sich. Als „Bester britischer Film“ konnte er den Bafta ergattern.


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