Von Nils Reschke 0
Anlaufprobleme

Opdenhövels Countdown: Schwacher Start der neuen Show

Das Matthias Opdenhövel durchaus als Moderator eine Gameshow taugt, hat er nachdrücklich bei „Schlag den Raab“ bewiesen. Seine erste eigene Show heißt „Opdenhövels Coutndown“. Und die hat vermutlich das Problem, dass sie eben mit der Konkurrenz auf ProSieben verglichen werden will.


Was waren das noch für Zeiten, als Matthias Opdenhövel auf ProSieben „Schlag den Raab“ moderierte, während „König Lustig“ mit allem verbissenen Ehrgeiz und Eifer versuchte, die Kandidaten zu schlagen. Mittlerweile werden die Raab-Schlachten von einem eher bieder daherkommenden Steven Gätjen begleitet. Erst seitdem ist klar, wie gut sich Opdenhövel als Moderator mit Charme und Wortwitz macht. Doch bei ProSieben war für „Opdi“ Schluss, weil er sich einen Kindheitstraum erfüllen durfte.

Die ARD klopfte an, konkreter gesagt: Die Sportschau. „Sportjournalist, das war immer mein Traum“, verriet Matthias Opdenhövel erst jüngst bei Markus Lanz. Schon als kleiner Junge habe er unter der Dusche Günther Netzer und Ernst Huberti in einem nachgespielt, die Duschkopf als Mikro. Die ARD besann sich aber nun auch an seine Show-Qualitäten, die er bei „Schlag den Raab“ unter Beweis gestellt hatte. „Opdenhövels Countdown“ ging am Donnerstagabend erstmals über den Sender, verbuchte allerdings eine schwache Auftaktquote. Nur 3,21 Millionen Zuschauer schalteten ein, was einem Marktanteil von 10,2 Prozent entspricht. Im Vergleich dazu holten anderen Shows am Donnerstagabend im „Ersten“ teilweise bis zu fünf Millionen TV-Gucker.

Die Show selbst erinnerte ein wenig an „Schlag den Raab“: Mit Spielen, die es teilweise den Fernsehzuschauern ermöglichten, mitzuraten, gepaart mit einigen Action-Spielen. Das Konzept ist relativ neu: Die vier Kandidaten erspielen sich Geld in den einzelnen Runde, ehe dann im K.o. immer ein Kandidat die Segel streichen muss. „Opdenhövels Countdown“ ist quasi eine Mischung aus Teamwork und anschließenden Duellen. Sicherlich, die Show muss sich noch ein wenig finden und etwas am Feinschliff arbeiten. Aber ein „Countdown der Langeweile“, wie sie die „Frankfurter Rundschau“ nannten, war sie letztendlich doch nicht. Es gibt weitaus Schlimmeres im deutschen Fernsehen.


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