Von Nils Reschke 0
Friedrichs-Preis

Oliver Welke und die „heute-show“ räumen weiter ab

Nachrichte einmal anders: Bissig, satirisch und alles andere als politisch korrekt, so hat die „heute-show“ im ZDF 2009 begonnen und ist diesem Stil bis heute auch treu geblieben. Mit großen Erfolgen. Die Auszeichnung mit dem Hanns-Joachim-Friedrichspreis ist nur ein weiteres Beispiel von vielen für diese grandiose TV-Unterhaltung.


Komiker und Humoristen nennen sich heute gerne Comedians. Und die Zuschauer sehen sich einer Flut solcher vermeintlich witzigen Menschen gegenübergestellt, der man kaum entkommen kann. Nicht alle sind gut, einige sind aber sehr gut. Exzellent ist hingegen Oliver Welke, der sich jetzt über eine ganz besondere Auszeichnung freuen kann: Der Anchorman und sein Team der „heute-show“ im ZDF wurden bereits mit zahlreichen Preisen überhäuft. Dieses Mal gab es den Hanns-Joachim-Friedrichspreis für Fernsehjournalismus. Wow, da kann man nur gratulieren!

Erstmals über die Bildschirme flitterte die „heute-show“ 2009 im Mai und Juni mit jeweils einem Testballon, der aber so gar nicht zerplatzen wollte, sondern gut beim Publikum ankam. Die erste Staffel der „heute-show“ ging dann am 8. September 2009 auf Sendung und lief bis zum Jahresende. Dass direkt zum neuen Jahr die nächste Staffel daran anknüpfen sollte, war längst Ehrensache. Schließlich lieferten Oliver Welke und seine Mannschaft der „heute-show“ hervorragende Satire, die auch die Jury beim Hanns-Joachim-Friedrichspreis mit der Auszeichnung würdigte. Das ZDF schaffe mit dieser Sendung Kritik an Politik und Gesellschaft im Medium Fernsehen einen eigenen Platz, hieß es außerdem.

Ein Fleißkärtchen erhielt Oliver Welke dann auch noch höchstpersönlich, dem die Jury einen Sprach- und Moderationsstil der Extraklasse bescheinigte. Dabei hatte das ZDF in den Anfänge noch Zweifel, ob es für die Show tatsächlich den Namenszusatz „heute“ hergeben sollte und damit nicht Gefahr laufe, renommierte Nachrichtensendungen wie das „heute journal“ ad absurdum zu führen. Aber die Rechnung ging voll auf: Als Vorbild diente die US-amerikanische Nachrichtensatire „The Daily Show“, seitdem räumte die „heute-show“ jede Menge Preise ab, unter anderem auch den Adolf-Grimme-Preis und den Deutschen Fernsehpreis. Drei Mal in Serie gab es darüber hinaus den Deutschen Comedy-Preis in der Rubrik „Beste Comedy-Show“. Respekt!


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