Von Nils Reschke 0
EM 2012 Gruppe A

Offensive Demonstration von Russland gegen Tschechien

Das war schön anzusehen, was die russische Nationalmannschaft in ihrem Auftaktspiel gegen Tschechien anzubieten hatte. In einem über weite Strecken einseitigen Partie, die 4:1 für Russland endete, wurde es trotzdem für einen kurzen Moment spannend.


Die 14. Fußball-EM hat ihren ersten Sieger. Nachdem das Eröffnungsspiel zwischen Gastgeber Polen und Griechenland im Nationalstadion von Warschau noch 1:1 unentschieden endete, demonstrierte anschließend in der Gruppe A die russische Nationalmannschaft, warum sie viele Fußballexperten zum erweiterten Favoritenkreis zählen. Gegen Tschechien kannte das Team von Coach Dick Advocaat jedenfalls keine Gnade und siegte mehr als deutlich 2:0 (2:0). Damit ist auch klar: Der erste Tabellenführer in der Gruppe A heißt Russland. Und wenn die Sbornaja so weiterspielt, dann wird sie die Vorrunde auch auf Platz eins abschließen. Das werden dann Polen und auch Griechenland nicht zu verhindern wissen.

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Eine Viertelstunde lang schauten sich die Russen das ganze Geschehen auf dem grünen Rasen an, dann zog die Sbornaja das Tempo an. Und zwar so sehr, dass die Tschechen bei den Kombinationen nur noch staunend zuschauen konnten. Eine perfekte Flanke von Anyukov köpfte Aleksandr Kherzakov gut aufs Tor, traf aber nur den Pfosten. Allerdings reagierte Alan Dzagoev von ZSKA Moskau am schnellsten und vollstreckte zur 1:0-Führung. Das die verdient war, zeigte Russland in den Folgeminuten. Tschechien hatte wieder einmal völlig überhastet den Ball verloren, Andrey Arshavin spielte einen klugen Pass auf Roman Shirokov, der wenig Mühe hatte, zum 2:0-Pausenstand zu vollenden  – und zwar per Lupfer (24.).

Trotzdem wurde es noch einmal spannend. Dann nämlich, als Vaclav Pilar einen Pass von Jaroslav Plasil auf Anhieb zum Anschlusstor verwertete (52.). Sollte den Russen etwa die Luft ausgehen? Es hatte den Anschein, zumal Tomas Rosicky um ein Haar der Ausgleich gelungen wäre. Doch Malafeev reagierte beim verdeckten Schuss des Arsenal-Spielers hervorragend (75.). Vier Minuten später fiel dann die Entscheidung: Gerade eben erst eingewechselt steckte Pavlyuchenko durch für  Alan Dzagoev, der eine starke Leistung mit dem 3:1 krönte (79.). Roman Pavlyuchenko von Lokomotive Moskau setzte sogar noch einen drauf und erzielte in der 82. Minute mit einem Traumtor den 4:1-Endstand. Russland überzeugte eine Stunde lang eindrucksvoll gegen zu harmlose Tschechen.

 


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