Von Nils Reschke 1
Motzki beim Fast-Meister

Nach Uli Hoeneß motzt jetzt auch Matthias Sammer

Es geht turbulent zu beim FC Bayern München. Denn die Verantwortlichen nehmen ihre Spieler mit deutlichen Worten in die Pflicht.


Am vergangenen Mittwoch kam der FC Bayern München gegen Arsenal London in der Champions League noch einmal mit einem blauen Auge davon. Zwar verloren die Münchner 0:2, aber für den Einzug ins Viertelfinale reichte es dennoch. Präsident Uli Hoeneß konnte dennoch nicht an sich halten und redete Tacheles: Die Mannschaft würden einen „schönen Dreck“ spielen, schoss es aus dem wütenden Präsidenten heraus. Bei Bayer Leverkusen gewannen die Bayern wieder. Knapp zwar nur und kurz vor dem Abpfiff nach einem Eigentor mit 2:1, allerdings hatte Jupp Heynckes auch viele seiner Stars eine Auszeit gegönnt. Also war für Uli Hoeneß auch wieder „alle okay heute“.

Auf den Sportvorstand des FC Bayern, Matthias Sammer, trifft das aber weniger zu. Ihm platzte dieses Mal der Kragen, weil die Mannschaft aus seiner Sicht nach dem Sieg im DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund „geschwebt“ habe. Dass die Spieler auf Äußerlichkeiten in den Medien reagieren und dann „auch mal zwei oder drei Prozent“ fehlten, sei menschlich. „Das haben wir bis zu einem gewissen Punkt auch akzeptiert. Aber nur bis hierher und nicht weiter“, sagte Sammer in einem Interview, das auch bei Spiegel Online nachzulesen ist. Es sei fast schiefgegangen. Womit natürlich der Auftritt gegen den FC Arsenal gemeint war.

Nun mögen viele sich über die nörgelnden Bayern aufregen oder sogar wundern. Denn zwar wird am kommenden Wochenende in der Bundesliga wegen der WM-Qualifikation nicht gespielt. Aber am Karsamstag schon hat München dann bereits die Möglichkeit, die Meisterschale der Borussia aus Dortmund endgültig zu entreißen. Das wiederum sei Matthias Sammer völlig „wurscht“. Stattdessen macht der Sportvorstand klar: „Wenn die Nationalspieler nächste Woche zurückkommen, muss bei uns ein anderer Wind wehen.“ Pokal-Halbfinale erreicht, das Viertelfinale in der Champions League ebenfalls. Dazu so gut wie sicher Meister. Aber ruhig geht es bei den Bayern deswegen noch lange nicht zu.


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