Von Nils Reschke 0
Keine sechste Staffel

Nach dem Kinofilm im Februar 2014 ist bei Stromberg Schluss mit lustig

Als Bernd Stromberg am 11. Oktober 2004 erstmals auf ProSieben ausgestrahlt wurde, da hatten Schauspieler Christoph Maria Herbst und die Kollegen des Ensembles ein klein wenig das deutsche Fernsehen revolutioniert.


Man musste schon zwei Mal hinschauen, um zu bemerken: Nein, das ist keine neue Doku-Soap. Die Serie, die schon bald Kultstatus genießen sollte, ist nur so gedreht, als sei sie eine. Fünf Staffeln lang lachte das Publikum über den kauzigen Leiter Bernd Stromberg bei der Capitol Versicherung der Abteilung Schadensregulierung M bis Z. Die insgesamt 46. Folge, die zehnte Episode der fünften Staffel trägt den Titel „Der Abschied“. Und der ist leider Programm. Von Stromberg wird es keine sechste Staffel mehr geben.

Um so mehr dürften sich die Fans über den Kinofilm „Stromberg – Der Film“ freuen, der im Februar 2014 in den deutschen Lichtspielhäusern erscheinen soll. Dass es überhaupt soweit kam, daran haben die Anhänger selbst maßgeblichen Anteil. Denn finanziert wurde der Streifen via Crowdfunding. Fans zahlten Beträge zwischen 50 und 1.000 Euro in die „Stromberg Film AG“ ein und machten das Projekt so erst möglich. Sie werden anteilsmäßig partizipieren vom Erfolg an den Kinokassen, sollte sich dieser denn dann auch tatsächlich einstellen. „Ich glaube, darauf kommt es vielen gar nicht an“, meint Petra Müller von der Filmstiftung NRW.

Wie dem auch sei - „Stromberg – Der Film“ wird kommen, und dann können die Fans auch gebührend Abschied nehmen vom Abteilungsleiter in der Schadensregulierung. Was sagt der Hauptdarsteller eigentlich selbst? Fühlt sich Christoph Maria Herbst ob des anscheinend immens großen Interesses an Stromberg an der Kinokasse unter Druck gesetzt? „Wenn ich einen Film mache, ist mein eigener Anspruch das Wichtigste“, sagt Herbst.

„Die freuen sich, wenn sie ihre Urkunde ausdrucken und dann hinter Glas ins Büro oder aufs Gästeklo hängen können.“ Vom Inhalt des Films wollten die Beteiligten nicht viel verraten. Allerdings sickerte schon durch, dass die Capitol-Versicherung auf Betriebsausflug gehe. Und was dann passiert? Lassen wir uns einfach überraschen!


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