Von Nils Reschke 1
18 Gegentore!

Mit Tim Wiese kann 1899 Hoffenheim einfach nicht gewinnen

Eigentlich hätte Tim Wiese ja allen Grund zur Freude gehabt. Nachdem der Keeper zuletzt verletzungsbedingt gleich vier Spiele in der Bundesliga verpasste, stand er zum Auftakt des neunten Spieltags wieder zwischen den Pfosten. Doch nach diesem Match stand er wieder im Blickpunkt.


Für Tim Wiese, dem Torwart von 1899 Hoffenheim, ist die 50. Jubiläums-Spielzeit in der Fußball-Bundesliga einfach eine Horror-Saison. In der Nationalmannschaft wurde der Keeper mittlerweile aussortiert. Und bei seinem neuen Verein läuft es so gar nicht. 3:3 (1:1) endete die Partie von Hoffenheim gegen Aufsteiger Greuther Fürth. Das ist soweit erst einmal nichts Besonderes. Wird es aber, wenn man bedenkt: Der Ausgleich gelang den Franken erst in der Schlusssekunde. Und dabei hielt dann auch eine erschreckende Serie: Auch im fünften Pflichtspiel mit Tim Wiese im Tor konnte das Team von Markus Babbel nicht gewinnen.

Alles begann mit der peinlichen Blamage im DFB-Pokal beim AK Berlin, wo 1899 Hoffenheim mit 0:4 unter die Räder kam. Es folgte ein 1:2 beim Bundesliga-Auftakt bei Borussia Mönchengladbach. Danach wurde es noch schlimmer: Zu Hause holten sich die Mannen aus dem Kraichgau eine 0:4-Pleite gegen Aufsteiger Eintracht Frankfurt ab, anschließend setzte es ein 3:5 beim Sportclub aus Freiburg. Und jetzt also das 3:3 gegen Fürth. Macht in der Summe für Tim Wiese: Fünf Spiele, fünf Niederlage – und ganze 18 Gegentreffer! Da verwundert es nicht, dass der Ex-Keeper von Werder Bremen immer mehr ins Fadenkreuz der Kritik gerät. Kann Hoffenheim mit Wiese im Kasten nicht gewinnen?

Zumindest klappte es mit Wiese-Vertreter Koen Casteels besser. Als die Nummer eins der Hoffenheimer mit einem Muskelfaserriss gegen Hannover 96 ausfiel, rückte der Belgier zwischen die Pfosten – und 1899 feierte prompt mit 3:1 den ersten Saisonsieg. Beim 3:0 beim VfB Stuttgart blieben die Kraichgauer ebenso ohne Gegentor wie beim 0:0 gegen den FC Augsburg. Nur das 0:2 bei den Bayern konnte selbst Koen Casteels nicht verhindern. Mit sieben Punkten und nur drei Gegentoren aus vier Partien fällt seine Bilanz allerdings wesentlich besser aus. Für Tim Wiese brechen harte Zeiten an. Daran wird auch sein erster Punktgewinn beim 3:3 nichts ändern. Denn selbst Trainer Markus Babbel sagt: „Für uns ist das eine gefühlte Niederlage.“


Teilen:
Geh auf die Seite von: