Von Nils Reschke 0
Frontmann der Troggs

Mister „Wild Thing“ Reg Presley (†71) ist gestorben

Mit „Wild Thing“ landeten The Troggs einen internationalen Hit. Jetzt ist ihr Frontmann, Leadsänger Reg Presley, an den Folgen von Lungenkrebs gestorben.


Die Herren Reg Presley, Dave Wright, Chris Britton, Pete Staples, Ronnie Bond und Tony Murray benötigten nur einen einzigen Song, um Musikgeschichte zu schreiben. Besser bekannt als Band The Troggs hatten die Beatboomer gerade eben mit ihrer Debüt-Single „Lost Girl“ einen Flop hingelegt.

Also coverten sie kurzerhand „Wild Thing“, das ursprünglich von Jordan Christopher & The Wild Ones interpretiert wurde. Doch Komponist Chip Taylor war der Text am Ende dann doch zu anzüglich. Die Aufnahme von den Troggs allerdings schlug voll ein.

In Großbritannien erreichte „Wild Thing“ Platz zwei der Chart, in den US-Charts stand der Song sogar zwei Wochen lang an der Spitze. Es lag vor allem wohl auch an der markanten Stimme von Reg Presley und seine eigenwillige Interpretation des Textes, der den einstigen Punk-Song zum internationalen Hit werden ließ.

In Deutschland schaffte es das Lied bis auf Platz sieben. Jetzt ist die Stimme von „Wild Thing“ verstorben. Bereits am Montag schied Troggs-Sänger Reg Presley im Alter von 71 Jahren aus dem Leben. Er verstarb im engsten Kreis von Freunden und Familie in seinem Haus in Andover im Südosten Englands. Den Tod hatte Reg Presleys Freund Keith Altham, auch ein bekannter Musikjournalist, auf Facebook publik gemacht.

Gesundheitlich ging es Reg Presley schon länger nicht gut. Als The Troggs im Dezember 2010 gerade in Deutschland ein Konzert spielten, erkrankte Presley unverhofft und ganz plötzlich. Diagnose: Lungenkrebs. Aufgrund der Therapie verkündete Reg Presley deswegen auch seinen Abschied von The Troggs. Den Kampf gegen den Krebs gewann er aber nicht mehr.

Seine Tochter Karen sagte dem Online-Musik-Magazin WENN, dass ihr Vater sanft eingeschlafen sei. Seine Frau, sein Sohn und sie selbst hätten ihn auf seinen letzten Weg begleitet. Neben „Wild Thing“ zählte „Love Is All Around“, das 1994 von Wet Wet Wet gecovert wurde und sich 15 Wochen in England an der Spitze der Charts hielt, zu den bekanntesten Songs der Band.


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