Von Nils Reschke 0
Gottschalk live

Mieses Spiel mit Thomas Gottschalk zum Abschied?

Es ist ein Abschied, der irgendwie doch keiner ist. Die ARD will mit Thomas Gottschalk ja weiter zusammen arbeiten. Doch die letzte Sendung von „Gottschalk live“ hat sie dennoch kurzfristig aus dem Programm genommen. Offenbar, ohne Gottschalk selbst, sondern wohl nur seine Redaktion zu informieren.


Die Fußball-EM steht vor der Tür. Am 9. Juni wird es für Deutschlands Kicker gegen Portugal dann ernst. Also meldet sich die ARD schon am 7. Juni mit einem Bericht aus dem EM-Quartier aus Danzig, um den Zuschauern Neuigkeiten aus dem deutschen Lager zu präsentieren. Bis hierhin ist das eigentlich keine große Notiz wert. Wenn es eben nicht jenes Datum wäre, der 7. Juni, an dem eigentlich die letzte Show für Thomas Gottschalk mit „Gottschalk live“ auf dem Programm gestanden hätte. Die aber hat der Sender gestrichen. Und mehr noch: Der Entertainer wurde offenbar noch nicht einmal davon unterrichtet.

„Angerufen hat mich niemand, aber es wäre auch das erste Mal, dass die ARD mit einer Stimme gesprochen hätte“, wird der Showmaster jetzt in der Bild am Sonntag zitiert. Das hört sich nicht nur traurig und enttäuscht an, sondern fast schon verbittert. Und tatsächlich stellt sich die Frage, ob es wirklich Not tat, das aussterbende Format „Gottschalk live“ noch einmal so in den Fokus zu rücken und einen der größten Showmaster, die dieses Land je hervorgebracht hat, derart vorzuführen. Schließlich will man bei der ARD ja eigentlich noch weiter mit Gottschalk weiter zusammen arbeiten.

Es verwundert deswegen auch kaum, dass sich der 62-Jährige nicht alles gefallen lässt und gegenüber der BamS erklärte. Auf eine Sache lege er Wert: „Ich bin nicht mit dem Format gescheitert, das ich ursprünglich machen wollte, sondern mit dem, was aus irgendwelchen Gründen daraus gemacht worden ist“, übte Gottschalk Kritik. Er sei nicht für alle und alles bei „Gottschalk live“ und dem Scheitern der Show verantwortlich. Die letzte Sendung war ursprünglich dafür vorgesehen, den Gewinner der Aktion „66 Träume“ bekanntzugeben. 200.000 Euro sollen den Besitzer als Spende wechseln. Ob das nun am Mittwoch statt wie geplant am Donnerstag passiert, bleibt abzuwarten.


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