Von Mark Read 0

Michael Jackson: Prozess gegen Dr. Murray beginnt im Mai


Noch vor Beginn des Prozesses gegen den ehemaligen Leibarzt Dr. Conrad Murray, haben dessen Verteidiger bei Gericht beantragt, keine Bilder der Autopsie Michael Jacksons vor Gericht zuzulassen. Die Aufnahmen seien „drastisch und grauenvoll“, so lautete die Begründung der Anwälte Murrays.

Dabei befürchtet die Verteidigung, dass die grauenvollen Fotos des verstorbenen King of Pops die Geschworenen vorab gegen Dr. Conrad Murray einnehmen könnten. So argumentierten am Donnerstag in Los Angeles die Anwälte Ed Chernoff und Nareg Gourjian vor Gericht.

„Die Gefahr ist groß, dass die Geschworenen ihre Entscheidungen dann nicht mehr aufgrund der vorgetragenen Beweise treffen werden, sondern auf der Basis von Gefühlen“, war in dem vorgelegten Antrag der Anwälte zu nachzulesen. „Dr. Conrad Murrays Recht auf ein gerechtes Verfahren ist in diesem Fall nicht mehr gewährleistet“, so hieß es weiter. Die Murray- Verteidiger schlugen deshalb vor, dass die Gutachter über ihre persönlichen Autopsie- Erkenntnisse nur referieren sollten.

Superstar Michael Jackson war vor knapp zwei Jahren mit nur 50 Jahren verstorben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Dr. Murray, ehemaliger Leibarzt Jacksons, seinem unter Schlafstörungen leidenden Patienten das Narkosemittel Propofol verabreicht und dann anschließend das Schlafzimmer Jacksons verlassen habe.

Der vor Gericht angeklagte Murray bestreitet jedoch nicht, seinem Patienten das Narkosemittel verabreicht zu haben. Conrad Murray beschwört aber, dass dies auf ausdrücklichen Wunsch Jacksons geschehen sei. Ferner führt er an, die verabreichte Menge des Mittels habe nicht zum Tod des Superstars führen können.

Seine Verteidiger sprechen jetzt sogar von einem Selbstmord Jacksons. So argumentieren die Rechtsanwälte Murrays, dass Michael Jackson sich selbst eine Extradosis Propofol verabreicht habe, nachdem sein Leibarzt den Raum verlassen habe. Dabei untermauerte Anwalt Chernoff noch am Mittwoch gegenüber dem zuständigen Richter Michael Pastor das Argument, dass Jackson wegen seiner verzweifelten finanziellen Lage Selbstmord begangen habe!

Das Hauptverfahren wegen fahrlässiger Tötung gegen den einstigen Leibarzt Jacksons, Dr. Conrad Murray, wird am 9. Mai eröffnet.

[polldaddy poll=4879107]


Teilen:
Geh auf die Seite von: