Von Mark Read 0
Haneke und Waltz siegen

Michael Haneke & Christoph Waltz: Österreich triumphiert bei den Oscars

Österreich ist nur beim Skifahren besser als die großen Nachbarn aus Deutschland? Von wegen! Der Alpenstaat konnte sich gestern bei der Oscar-Verleihung gleich über zwei Trophäen freuen. Nicht nur Christoph Waltz strahlte im Oscar-Glück, auch der Regisseur Michael Haneke räumte mit "Amour" ab.


Christoph Waltz hat es geschafft! Zum zweiten Mal nach 2010 holte sich der smarte Schauspieler den Oscar als bester Nebendarsteller. Seine Leistung als Dr. King Schultz in Quentin Tarantinos "Django Unchained" überzeugte die Academy so sehr, dass der 56-Jährige sich nun wieder über die begehrteste Filmtrophäe der Welt freuen durfte.

Zwar hat Waltz durch seinen Vater auch die deutsche Staatsbürgerschaft, doch er fühlt sich nach eigener Aussage als Österreicher. Und da auch Regisseur Michael Haneke (70) den Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film gewann ("Amour"), ist der Triumph für den deutschen Nachbarn perfekt. Doppelsieg für Österreich! So etwas kennt man normalerweise nur vom Skifahren, doch diesmal stellte Österreich eindrucksvoll die Stärke seiner Filmschaffenden unter Beweis. Hanekes Film ist ein eindringlicher Appell an die "Liebe" (so der deutsche Titel), auch in schweren Zeiten.

Bereits mit "Das weiße Band" war Haneke 2010 zweimal für den Oscar nominiert, doch er gewann weder die Auslands-Trophäe, noch die für beste Kamera.

Interessanter Nebenfakt: Michael Haneke und Christoph Waltz sind sogar entfernt miteinander verwandt. Sie haben den gleichen Stiefvater, der sowohl mit Hanekes als auch mit Waltz' Mutter verheiratet war.


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