Von Nils Reschke 0
Shake Hands bei Jogi und Ballack?

Michael Ballack reicht Bundestrainer Löw die Hand zur Versöhnung

Es brauchte nur 24 Stunden, dann war das Abschiedsspiel von Michael Ballack bereits ausverkauft. Joachim Löw wurde eingeladen – und wird auch zur Versöhnung anreisen.


Am 5. Juni betritt Michael Ballack ein letztes Mal die große Fußball-Bühne. Der DFB hatte ihm ein offizielles Abschiedsspiel mit der Begründung verweigert, dass man ein solches Match auch in vergangenen Jahren nicht mehr veranstaltet habe. Also kümmerte sich Ballack eben selbst um diese Abschiedspartie, die der MDR ab 20.05 Uhr live übertragen wird. Und das ist auch besser so, denn Karten gibt es für das Match in Leipzig schon längst keine mehr. In nur 24 Stunden war das WM-Stadion von 2006 nämlich in Rekordeile ausverkauft und alle 43.000 Tickets vergriffen.

„Ich bin überwältigt und freue mich sehr. Mit so einem Riesenansturm habe ich nicht gerechnet. Ich hoffe, es wird ein unvergesslicher Fußballabend für uns alle“, hatte Ballack sichtlich überrascht auf diese Nachricht reagiert. Erste Zusagen habe es bereits gegeben. So werden beispielsweise Andrej Schewtschenko, Bastian Schweinsteiger und Bernd Schneider erwartet. Selbst „The Special One“, Coach Jose Mourinho, hat sein Kommen zugesagt. Die heißeste Frage aber war: Wird Bundestrainer Joachim Löw ebenfalls eingeladen und nimmt er die Einladung an? In beiden Fällen dürfen wir mit „Ja“ antworten. Joachim Löw bestätigte: „Er hat mich gestern Abend angerufen. Es war ja lange Zeit Funkstille. Es war ein gutes Gespräch und es hat mich wahnsinnig gefreut, dass er mich einlädt.“

Also steht auch einer Versöhnung nichts im Wege. So sieht es jedenfalls der Bundestrainer: „Wir werden vorher nochmal eine Tasse Kaffee trinken und dann dann mal in aller Ruhe über die Dinge reden, die passiert sind. Da werden wir einen Termin finden.“ Die WM 2010 verpasste Michael Ballack verletzt. Anschließend gab es nach tollen Leistungen der Nationalelf in Südafrika keinen Platz mehr für den Capitano im Kader. Für Unruhe sorgte damals auch Co-Kapitän Philipp Lahm, der für sich beanspruchte, auch nach der WM als Spielführer auflaufen zu wollen. Der Bayern-Spieler soll von Michael Ballack aber ebenso eingeladen werden.


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