Von Mark Read 0

Mette-Marit von Norwegen: Ihr Stiefbruder starb bei den Anschlägen


Nach den zwei schweren Anschlägen vom Freitag steht Norwegen immer noch unter Schock. Bei der Trauerfeier für die insgesamt 94 Opfer am Sonntag in Oslo konnten auch König Harald und der Rest der Königsfamilie die Tränen nicht zurückhalten. Prinzessin Mette-Marit hat dafür auch einen sehr persönlichen Grund: Ihr Stiefbruder zählt zu den Opfern der Schießerei auf der Insel Utoya.

Das norwegische Königshaus bestätigte, dass der 51-jährige Trond Bertsen dem Amoklauf auf Utoya zum Opfer fiel. Er war der Sohn von Prinzessin Mette-Marits Stiefvater. Bertsen war Polizist, jedoch am Freitag nicht im Dienst und befand sich privat auf der Insel, wo das Zeltlager der sozialistischen Arbeiterpartei stattfand. Als er seinen zehn Jahre alten Sohn vor dem Erschießen durch den Amokläufer schützen wollte, wurde er selbst erschossen.

Nach dem Doppelanschlag vom Freitag - der Explosion in Oslos Regierungsviertel mit sieben Toten und dem grässlichen Blutbad auf der Insel Utoya mit mindestens 85 Toten - beschäftigt Norwegen immer noch nur eine Frage: Warum? Wie konnte es dazu kommen, dass in einem wohlhabenden, friedlichen Land wie Norwegen mit einer stabilen Demokratie etwas so bestialisches geschieht? Der 32 Jahre alte Täter befindet sich in Untersuchungshaft und hat bereits ein Geständnis abgelegt. Den Hinterbliebenen der fast 100 Getöteten wird das jedoch wenig bringen - selbst einer Prinzessin wie Mette-Marit. Unser Beileid gilt allen, die am Freitag Angehörige, vor allem ihre Kinder, verloren haben.


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