Von Mark Read 0
Trotz Sieg unzufrieden

Matthias Sammer sauer: "Die Spieler verstecken sich hinter Guardiola"

Gestern gewann der FC Bayern München sein Bundesligaspiel gegen Hannover 96 ohne große Probleme mit 2:0. Doch trotz des vierten Siegs im fünften Spiel ist Sportdirektor Matthias Sammer alles andere als zufrieden mit der Leistung seiner Profis. Lest hier, was Trainer Pep Guardiola seiner Meinung nach damit zu tun hat.

Na gut, es war sicherlich kein Champagnerfußball, den die Bayern gestern in der Allianz Arena zelebrierten. Dennoch reichte es zu einem nie sonderlich gefährdeten 2:0-Sieg gegen Hannover 96 und damit zum vierten Sieg im fünften Bundesligaspiel unter Pep Guardiola. Mit 13 Punkten liegt der Rekordmeister auf Platz zwei hinter Borussia Dortmund.

Eine durchaus gute Ausbeute also, sollte man meinen. Doch Sportdirektor Matthias Sammer war nach dem gestrigen Spiel alles andere als zufrieden mit der Leistung seiner Spieler.

Sammer: "Wir machen Dienst nach Vorschrift!"

"Wir spielen zum Teil lethargisch, wir spielen ohne Emotionen Fußball, wir machen Dienst nach Vorschrift", schimpfte Sammer in die Mikrofone.

"Jeder will, das ist keine Frage des Wollens, aber wir emotionalisieren uns nicht in gewissen Phasen. Wir müssen raus aus einer gewissen Komfortzone und uns gegenseitig mitreißen. Unser Trainer muss jedes Mal eine Brandrede halten, dass wir in die Gänge kommen. So geht das nicht. Wir verstecken uns alle teilweise hinter dem Trainer."

Ob das alle seiner Spieler genauso sehen? Schließlich ist es ja nicht ihre Schuld, dass sich die Aufmerksamkeit der Medien so sehr auf den Star-Trainer Guardiola konzentriert.

Matthias Sammer hat allerdings schon oft gezeigt, dass er mit seinen Worten die Spieler erreicht. Er gilt als der "Mahner", der sein Team immer wieder auf's Neue anstachelt und zu Höchstleistungen motiviert. Mal sehen, ob wir im Champions-League-Spiel gegen Moskau am Dienstag wieder den Zauberfußball der Bayern aus der letzten Saison sehen.


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