Von Nils Reschke 0
Europa League

Matchwinner Vedad Ibisevic schießt den VfB in die Gruppenphase

So schnell geht das im Fußball. Gestern noch Versager, heute schon wieder Matchwinner. Vedad Ibisevic kann ein Lied davon singen. Mit seinen drei Toren hat der VfB Stuttgart die Gruppenphase in der Champions League erreicht.


Am vergangenen Wochenende war er noch der Depp im Trikot des VfB Stuttgart. Vedad Ibisevic hatte gegen den VfL Wolfsburg einen Strafstoß herausgeholt, den er dann selbst zwei Minuten vor dem Ende verwandeln wollte. Er scheiterte erst an VfL-Keeper Benaglio und dann im Nachschuss vor dem leeren Tor. Es kam noch schlimmer. Die Gäste aus Niedersachsen trafen in der letzten Minute zum 1:0-Erfolg, und Vead Ibisevic schlich wie ein begossener Pudel vom Platz. Doch kein Grund für den VfB-Stürmer, die Flinte ins Korn zu werfen.

Denn im Rückspiel der Play-offs um den Einzug in die Gruppenphase der Europa League war Vedad Ibisevic wieder zur Stelle. Nach einem langen Pass von Hajnal nahm der Angreifer das Leder perfekt mit der Brust an und vollendete in der 64. Minute zur 1:0-Führung bei Dynamo Moskau. Mit diesem Auswärtstor und einem 2:0-Hinspielsieg im Rücken, bei dem Ibisevic ebenfalls schon doppelt getroffen hatte, war die Vorentscheidung gefallen Moskau kam zwar in der 77. Minute durch Kokorin noch zum 1:1-Ausgleich. Zu mehr reichte es aber nicht mehr für den Club von Kevin Kuranyi. Schon gar nicht für die Gruppenphase in der Europa League, in die nun der VfB Stuttgart einzieht.

Außerdem schon sicher aus der Bundesliga dabei ist Bayer Leverkusen, das als Fünfter in der abgelaufenen Saison automatisch qualifiziert war. Große Chancen, die Play-offs zu überstehen, hat auch Hannover 96. Nach einem 5:3 beim polnischen Meister Slask Wroclaw ist das Rückspiel am Donnerstag wohl nur noch Formsache für die 96er. Vermutlich gesellt sich zu den drei deutschen Vereinen auch noch ein vierter hinzu. Am Abend spielt Borussia Mönchengladbach bei Dynamo Kiew und muss dort ein 1:3 aus dem Hinspiel aufholen. Das scheint mehr als schwierig zu sein. Schaffen es die Fohlen also nicht in die Champions League, würden sie stattdessen Hannover, Stuttgart und Leverkusen dann in der Europa League Gesellschaft leisten.


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