Von Nils Reschke 0
Wetten, dass..?

Markus Lanz und Joey Kelly joggen im Fortuna-Trikot Richtung Köln

Als Frank Elstner im Jahr 1981 zum ersten Mal mit „Wetten, dass..?“ auf Sendung ging, da war es noch Ehrensache, dass die prominenten Gäste ihre Wettschulden, die sie in der Show verursacht hatten, entsprechend einlösten.


Thomas Gottschalk, der 1987 die große Unterhaltungsshow im ZDF übernahm, hielt sich ebenfalls einige Jahre daran. Und nun setzt Markus Lanz dieses Erbe fort. In Düsseldorf startete der 43-jährige Moderator und nahm die rund 37 Kilometer bis nach Köln am Sonntagvormittag in Angriff. Bei seiner Premiere bei „Wetten, dass..?“ hatte Markus Lanz die Stadtwette reaktiviert und mit Campino, dem Sänger der Toten Hosen, gewettet, dass es die Düsseldorfer nicht schaffen würden, nackig und nur in Rot und Weiß bemalt das Wappen des Fußball-Bundesligisten Fortuna Düsseldorf nachzubilden.  Da hatte Lanz die Wette sprichwörtlich aber ohne die Frohnaturen vom Rhein gemacht. Denn mehr als 500 Menschen waren diesem Aufruf gefolgt und hatten dafür gesorgt, dass Lanz seine Wette verlor.

Mit einem Trikot der Fortuna bekleidet und mit Spezi Joey Kelly an seiner Seite startete der ZDF-Moderator deswegen gestern seinen Lauf Richtung „Feindesgebiet“, dem Kölner Dom, den er abschließend auch noch umrunden will. Angst, dass das einigen Kölnern besonders sauer aufstoßen wird, hatte Markus Lanz vor dem Startschuss keine: „Die sind ja tolerant, die lassen alles durchgehen“, waren seine letzten Worte vor dem Start. Am Ziel angekommen, ließ er sich gemeinsam mit Kelly vor dem berühmten Dom ablichten - abgekämpft, aber glücklich. So sehen Sieger aus.

Diese Art von Wettschulden tun Markus Lanz nicht weh, sind aber dennoch eine tolle Herausforderung. Man würde sich wünschen, dass ein ähnliches Konzept – so wie früher – auch wieder bei den Prominenten auf der Couch zum Greifen kommt. Beispielsweise für wohltätige Zwecke. Denn ob Bülent Ceylan nun mit einem Kindertraktor durch den Saal kurvt oder Sylvie und Rafael van der Vaart mit einem Tandem samt Wohnwagenanhänger eine Runde drehen, ist eher peinlich und wertlos. Besser wäre es doch, sie besuchen Waisenhäuser, versorgen Notdürftige, backen Weihnachtsplätze. Wetten, dass..?


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