Von Maria Anderl 0
Er meldet sich zu Wort...

Markus Lanz entschuldigt sich für Wagenknecht Interview

Mit seinem Interviewstil gegenüber dem Talkgast Sahra Wagenknecht sorgte Markus Lanz in der vergangenen Woche erneut für eine Vielzahl an kritischen Stimmen. Erst jetzt meldet sich Lanz zu den Vorwürfen und räumt gewisse Fehler ein.

Das hätte sich Markus Lanz wohl auch nicht träumen lassen, dass eine Ausgabe seiner Talkshow für soviel negative Kritik sorgt. Wie schlimm es tatsächlich um den Ruf des Moderators steht, lässt sich hervorragend an der Online-Petition ablesen, die derzeit gegen ihn und seinen Moderationsstil läuft.

Petition gegen Lanz

Hatte die Petition gestern Mittag "erst" um die 85.000 Stimmen hat sich das bis heute Früh auf das Doppelte erhöht. Derzeit haben 158.949 dem Vorhaben unter dem Titel "Raus mit Markus Lanz aus meinem Rundfunkbeitrag!" ihre Stimme gegeben.

Stimmen haben sich verdoppelt

Die Brisanz der ganzen Sache scheint auch Markus Lanz klar geworden zu sein. Nachdem die eher dürftigen Entschuldigungsversuche des ZDF nicht richtig erfolgreich waren. So behauptete die Zuschauerredaktion gegenüber einem Zuschauer, der den Brief auf Twitter stellte, Sahra Wagenknecht sei mit der Sendung zufrieden gewesen.

Sie selbst widerlegte auf Twitter diese Behauptung: "Liebes ZDF, nach dem breiten Protest gegen Markus#Lanz Gesprächsstil zu behaupten, ich sei zufrieden gewesen, ist doch etwas arg frech."

Daraufhin ruderte das ZDF zurück: "Sorry@SWagenknecht ist wohl nach der Sendung falsch angekommen - gibt sicher nochmal die Möglichkeit dies auszuräumen. #lanz"

Lanz räumt Fehler ein

Jetzt endlich meldet sich Markus Lanz zu der ganzen Sache. Gegenüber dem Medienmagazin "DWDL" gab Lanz zu, Fehler gemacht zu haben: "Wenn das energische Nachfragen zu rustikal und sogar persönlich war, dann bedaure ich das. Das habe ich ihr im Übrigen bereits in einem längeren Telefonat gesagt."

Auch zu dem Vorwurf dass Sahra Wagenknecht bedrängt wurde räumt Lanz ein, einen Fehler gemacht zu haben: "Allein durch die Konstellation - also, eine Frau gegen zwei Männer - entstand zwangsläufig der Eindruck: Das ist jetzt unfair. Weil aber Frau Wagenknecht jemand ist, der sich sehr kraftvoll wehren kann und das auch tat, habe ich das in diesem Moment nicht so eingeschätzt. Mein Fehler."


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