Von Nils Reschke 2
Wetten, dass..?

Markus Lanz: Attacke gegen Thomas Gottschalk – oder falsch zitiert?

Es wird immer spannender. Und es knistert schon einen Monat vorher, ehe es zum großen TV-Duell zwischen Markus Lanz, der am 6. Oktober erstmals „Wetten, dass..?“ moderieren wird, und Thomas Gottschalk, dem neuen Mann in der Jury von „Das Supertalent“. Ein Interview mit pikantem Inhalt sorgt nun für zusätzlichen Zündstoff. Doch alles erwies sich als Missverständnis.


In einem Vorab-Abdruck eines Interviews mit Markus Lanz im Focus lautet die brisanteste Aussage: Er sei ganz sicher, Thomas Gottschalk wolle „Wetten, dass..?“ schaden. Das ZDF reagierte sofort und dementierte. Lanz sei falsch zitiert worden, betonte Alexander Stock, ein Sprecher des Senders. Hintergrund: Nachdem die Pläne erst anders aussahen, geht RTL nun doch in den Angriff über und strahlt am 6. Oktober parallel zu „Wetten, dass..?“ sein „Supertalent“ aus. In der Vergangenheit kam es nicht selten vor, dass der Privatsender selbst „Deutschland sucht den Superstar“ schon mal hatte ausfallen lassen, da Quoten-Gigant „Wetten, dass..?“ auf dem Programmplan stand.

Was aber hat Lanz nun wirklich im besagten Focus-Interview gesagt? Angeblich wurde das kleine, aber feine Wort „nicht“ vergessen, wodurch dieser Satz natürlich eine ganz andere Aussage erhält, wenn Lanz sich „sicher sei“, Thomas Gottschalk wolle „Wetten, dass..?“ „nicht schaden“. Während der Autorisierung sei dann das Wort „nicht“ aus unbekannten Gründen gestrichen worden.

Druck verspürt Markus Lanz jetzt, da seine Premiere als Gottschalk-Nachfolger immer näher rückt, aber dennoch reichlich. Allen voran natürlich wegen der Einschaltquote, die er versuche, „tapfer zu ignorieren“. Schützen vor zu überzogener Kritik wolle sich der Moderator stattdessen, indem er einfach nicht auf Facebook oder Twitter vorbeischaut. „Und wenn eine Grenze überschritten wird, die meiner Familie, aber auch mir nicht mehr zuzumuten ist, dann würde ich nicht zögern und sagen: Ich bin dann mal weg.“ Eine klare Ansage des Moderators, der weiß und ahnt, dass er auch mit Schmähungen leben muss. „Wetten, dass..?“ ist schließlich nicht irgendeine Show.


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