Von Nils Reschke 0
Bayern 7:1!

Markus Babbel: Wiedersehen macht nicht immer Freude

Vielleicht sollte man in Sinsheim beim DFB den Antrag stellen, die Punkte demnächst per Expressbrief nach München zu senden. Denn für 1899 Hoffenheim gibt es beim deutschen Rekordmeister einfach nichts zu holen. Und für Coach Markus Babbel auch nicht.


Markus Babbel hätte es wissen müssen. Die Rückkehr in seine alte Heimat war nie sonderlich von Erfolg geprägt. Ganz im Gegensatz zu seiner aktiven Laufbahn als Spieler. Mit dem FC Bayern München wurde er zwei Mal Deutscher Meister und Pokalsieger, holte auch noch den UEFA-Cup 1996, kurz darauf mit der Nationalmannschaft auch den Titel des Europameisters. Als Trainer aber hat Babbel in München noch nie gewonnen. Ebenso wie die 1899 Hoffenheim. Gemeinsam, Markus Babbel als Übungsleiter der Kraichgauer, scheint sich der Misserfolg zu multiplizieren: 1:7 verloren Hoffenheim und Babbel beim Redkorchampion. Eine Demontage sondergleichen. Wiedersehen macht eben nicht immer Freude.

Bereits in der Jugend spielte Markus Babbel für die Bayern, mit denen er als B-Junior ebenfalls schon früh die Deutsche Meisterschaft feierte. 1991 feierte er dann zum Saisonauftakt beim Gastspiel im Weserstadion bei Werder Bremen sein Debüt bei den Profis. 1:1 trennten sich die Münchner von den Grün-Weißen. Und auf der Trainerbank der Bayern saß niemand anderes als Jupp Heynckes. So wie am Samstagnachmittag im Rahmen des 25. Spieltags in der Bundesliga, als Babbel mit Hoffenheim sein blaues Wunder auf Bajuwarisch erlebte.

Schon zur Pause stand es sage und schreibe 5:0 für den Rekordmeister gegen die TSG 1899. Mario Gomez, Arjen Robben und Toni Kroos hatten die Hausherren dabei schon nach einer guten Viertelstunde 3:0 in Front geschossen. Markus Babbel ahnte wohl, dass das an diesem Tag alles andere als ein freudiges Wiedersehen mit dem alten Arbeitgeber werden würde. Hoffenheim hätte die Punkte wohl besser mit der Post geschickt. Denn in drei Spielen in der Allianz-Arena verlor man auch drei Mal mit einer Tordifferenz von 1:8 Treffern. Nach 90 Minuten war die vierte Pleite perfekt bei nunmehr 2:15 Toren! Ein bitterer Nachmittag für das Team aus den Kraichgau, ganz besonders aber für Markus Babbel.


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