Von Nils Reschke 0
Trainer-Aus

Markus Babbel bei der TSG 1899 Hoffenheim entlassen!

Immer wieder im Dezember: Wie schon bei seinen Stationen VfB Stuttgart und Hertha BSC Berlin erwischte es Markus Babbel auch in Hoffenheim im letzten Monat des Jahres. Der Trainer muss beim Bundesligisten seine Koffer packen.


Damit war zu rechnen! Spätestens, nachdem Werder Bremen mit einem überragenden Marko Arnautovic die Abwehr von 1899 Hoffenheim am Sonntag beim 4:1 in Sinsheim nach allen Regeln der Fußballkunst auseinandergenommen hatte. Für Hoffenheim war es die vierte Niederlage in Serie. Das Verein, der noch vor der Saison sogar vom internationalen Geschäft gesprochen hatte, steht lediglich auf einem Relegationsrang. Und wie das im Fußball so üblich ist, war am Ende der Trainer das schwächste Glied in der Kette. Will heißen: Markus Babbel ist nicht mehr Trainer bei der TSG 1899 Hoffenheim!

Der 40-jährige Übungsleiter wurde vom Bundesligisten mit sofortiger Wirkung beurlaubt. Mehrere Stunden hatten die Verantwortlichen zuvor auch mit Babbel beratschlagt, wie vorzugehen sei. Am späteren Nachmittag wird Manager Andreas Müller die Entscheidung dann auf einer Pressekonferenz im Trainingszentrum Zuzenhausen der Öffentlichkeit bekanntgegeben und auch erläutern. Am Sonntag nach dem 1:4 gegen Bremen hatte Markus Babbel noch gesagt, dass es ihm nach wie vor sehr viel Spaß mache, bei 1899 Hoffenheim zu arbeiten. „Allerdings“, räumte er ein, „kenne ich auch das Geschäft.“ Vermutlich ahnte er da schon, was am Tag darauf passieren sollte. Denn Manager Müller hatte angekündigt, man wolle die aktuelle Situation „knallhart analysieren“.

Dabei wird auch den Vereinsverantwortlichen nicht entgangen sein, wie mies die Bilanz von Markus Babbel war im bisherigen Saisonverlauf. Gerade einmal zwölf Punkte holte 1899 Hoffenheim in immerhin schon 15 Partien. Dazu das blamable Pokalaus beim Berliner AK. Düster sieht die Sache auch bei den Gegentoren aus: Deren 36 kassierte Hoffenheim bereits. So viele wie keine andere Mannschaft in der Bundesliga. Die Club-Bosse mussten also reagieren. Besonders bitter für Markus Babbel: Schon beim VfB Stuttgart im Jahr 2009 und zwei Jahre später bei Hertha BSC wurde der Trainer im Dezember entlassen. Zumindest kann er so nun vermutlich im Kreis seiner Familie ruhigere Weihnachten als im stressigen Fußball-Geschäft feiern.


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