Von Mark Read 0
Siebter Anlauf

Mark Chapman: Mörder von John Lennon bittet erneut um Gnade

Im Dezember 1980 erschoss Mark Chapman den Ex-Beatle John Lennon und wurde zu 20 Jahren Haft verurteilt. Seit Ablauf dieser Frist bittet der Mörder alle zwei Jahre um Begnadigung, ist bisher aber immer gescheitert. Nun steht der siebte Versuch an.


Bereits zum siebten Mal versucht Mark Chapman, per Begnadigung auf freien Fuß zu kommen. Im Jahr 2000 endeten die 20 Jahre Haft, zu der der Mörder des Ex-Beatles John Lennon verurteilt wurde. Seitdem hat Chapman alle zwei Jahre die gesetzliche Möglichkeit, um Begnadigung zu bitten, die er zuletzt 2010 in Anspruch nahm. Nun ist es erneut so weit.

Die "Huffington Post" hat in Erfahrung gebracht, dass bereits für den Dienstag eine Anhörung Chapmans geplant ist. Anschließend muss der Begnadigungsausschuss den Fall noch einmal prüfen und bis Ende der Woche zu einer Entscheidung kommen.

John Lennons Witwe Yoko Ono hat die Verantwortlichen schon oft gebeten, Chapman niemals in die Freiheit zu entlassen, da sie selbst um ihr Leben fürchtet.

Mark Chapman hatte John Lennon am 8. Dezember 1980 vor dessen Wohnhaus "Dakota Building" in New York erschossen. Der heute 57-Jährige war in seiner Kindheit ein glühender Verehrer des Beatles-Sängers gewesen, doch diese Liebe schlug später in Hass um. Er lauerte Lennon bereits am Nachmittag des 8. Dezembers vor dessen Wohnung auf und ließ sich eine Ausgabe von dessen letztem Album "Double Fantasy" signieren. Offenbar verwirrt von so viel Freundlichkeit, führte er das Attentat noch nicht gleich durch, sondern wartete bis zum Abend.

Lennon kam mit Yoko Ono per Taxi von einem Interview zurück. Chapman stand vor dem Apartment-Haus, wartete bis Lennon vor ihm stand und feuerte dann fünf Kugeln auf den Musiker ab. Lennon erlag kurz darauf im Krankenhaus seinen Verletzungen, während Chapman seelenruhig wartete, bis er festgenommen wurde. Der Täter plädierte anschließend selbst auf "schuldig".


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