Von Nils Reschke 0
EM 2012 Gruppe B

Mario Gomez schockt Holland und lässt die Kritik verstummen

Unsere Nachbetrachtung zum 2:1-Sieg gegen den Erzrivalen Holland. Noch ist die deutsche Mannschaft nicht endgültig für das Viertelfinale qualifiziert. Also Konzentration hochhalten, sich über das bislang Erreichte freuen – und am Sonntag den dritten Sieg einfahren.


Bildquelle: Ian Walton/Getty Images via image.net

Siege im Fußball schmecken ohnehin süß. Aber Erfolge gegen unser Nachbarland sind das Sahnehäubchen, erst recht bei einem großen Turnier. Und deswegen jubelten in Charkow auf dem Rasen deutsche Kicker ausgelassen, als sie soeben die Niederlande mit 2:1 (2:0) geschlagen hatten, jubelten auf den Straßen der Republik Tausende Menschen mit Neuer, Gomez und Co. Aber Vorsicht ist nach wie vor geboten! Das sollte jedem Fan klar sein. Noch hat die deutsche Mannschaft nicht das Viertelfinale erreicht. Noch muss auch Holland die Koffer nicht packen. In der Gruppe B der EM 2012 ist nach wie vor nichts endgültig entschieden.

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Bevor es aber mit den Rechenspielen am Sonntag, den letzten Vorrundenspieltag in der deutschen Gruppe, weitergeht, darf gefeiert werden. Warum? Weil Mario Gomez sich wohl eines gedacht haben dürfte: „Da schieße ich gegen Portugal das alles entscheidende 1:0 – und es hagelt immer noch Kritik an meiner Person. Habt ihr sie eigentlich noch alle?“ Tatsächlich formulierte es Gomez so: Drei Tage lang habe er „auf die Fresse“ bekommen. Motiviert bis in die Haarspitzen lief der Stürmer vom FC Bayern München dann auf. Gegen die Niederlande schlug er doppelt zu. Nach dem Motto: Ich will endlich meine Ruhe haben. Zwei schöne Treffer, der „Super Mario“ sogar an die Spitze der EM-Torjäger katapultierten. Und die Deutschland jetzt eine exzellente Ausgangslage vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen Dänemark verschaffen.

Das zweite Fragezeichen stand nach dem Portugal-Match hinter Bastian Schweinsteiger und dessen Fitnesszustand. „Schweini“ antwortete, indem er beide Treffer von Mario Gomez mustergültig und sehenswert vorbereitete. Formkurve stark steigend. Es geht doch! Bislang hatte Bundestrainer Joachim Löw bei seinen Entscheidungen jedenfalls stets das richtige Händchen. Vor dem Spiel gegen die Dänen dürften sich diese beiden Personalien erledigt haben. Die nächste wird lauten: Was ist eigentlich mit Lukas Podolski los? Der trat gegen Holland kaum in Erscheinung und gilt nun als Wackelkandidat. Doch wer weiß: Vielleicht schlägt ausgerechnet dann gegen die Dänen „Prinz Poldi“ eiskalt zurück? Auch Erfolge gegen Skandinavier schmecken süß. Fast so süß wie gegen die Niederlande.


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